Als Südwesten (Sud-Ouest) wird ein buntes Mosaik verschiedener Appellationen bezeichnet, die südlich von Bordeaux bis hinunter zu den Pyrenäen und weiter landeinwärts an der Dordogne und anderen Flüssen in der Nähe von Toulouse liegen. Dazu gehören Herkünfte des Baskenlandes (Irouléguy) und des benachbarten Béarnais (Béarn) ebenso wie Cahors, Madiran, Gaillac, Fronton oder Saint-Mont. Gelegentlich rechnet man auch das Bergerac dazu, das sich aber als eigenständige Herkunft versteht. Pacherenc du Vic-Bilh und Jurançon sind Weißwein-Appellationen; die Weine können trocken oder halbtrocken bis süß ausfallen und werden aus den autochthonen Sorten Gros Manseng und Petit Manseng gewonnen. Ihre Süße verdanken sie den warmen Pyrenäen-Fallwinden, durch die die Trauben am Stock eintrocknen. Cahors, der berühmte „Vin noir“ (schwarzer Wein), wird aus Malbec gekeltert. Der Madiran beruht auf der gerbstoffreichen Sorte Tannat, weshalb die dortigen Winzer gerne auf die gesundheitliche Bedeutung ihrer Weine im Sinne des „French Paradox“ hinweisen (Phenole sollen sich als natürliche Antioxidantien günstig auf Herz und Kreislauf auswirken). Die IGP-Weine aus der Gascogne sind wegen der erfrischenden Weißweine aus Colombard bekannt geworden; aus der Region stammt auch der Armagnac. Manche Sorte gedeiht nur im Südwesten wie die weiße L’En de l’œil oder die roten Fer Servadou und Négrette. Der Südwesten, der insgesamt rund 34.000 Hektar Rebfläche (davon 14.400 Hektar AOP-Status) umfasst, ist somit eine Fundgrube für Liebhaber ungewöhnlicher Weine und Rebsorten. 

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Foncalieu verstärkt sein Team mit einem neuen Geschäftsführer
 

Les Vignerons de Buzet übernehmen SAS Rigal von AdVini.
 

89 Punkte: 2019 Château Les Bois Mathieu AOC Saint Mont, Plaimont Producteurs, Sud-Ouest Frankreich, 13 %vol.

92 Punkte: 2011 La Cabane Cabernet Franc, Domaine du Comte de Thun, IGP Sud-Ouest, Gaillac, Frankreich, 14 %vol.