Die Trinks Gruppe, bezieht Mitte September ihr neues Headquarter in Hennef. Damit ist nach einer gut 1,5-jährigen Vorbereitungszeit der Umzug vom ehemaligen Hauptsitz in Goslar offiziell abgeschlossen.

Kommentar

Essen und Trinken muss jeder. Daher müsste der Verkauf von Nahrungsmitteln, insbesondere von Getränken, wirtschaftlich lukrativ sein. Im deutschen Lebensmitteleinzelhandel (LEH) ist seit Jahrzehnten das Gegenteil der Fall: Durch den preisintensiven Verdrängungswettbewerb wirft das Geschäft rund ums Essen und Trinken laut Branchenexperten nicht mehr als eine Marge von 1 Prozent ab. Ein Kommentar von Pierre Pfeiffer.

Wie der Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels meldet, mussten dessen Mitgliedsunternehmen im ersten Halbjahr 2022 nur leichte Umsatzeinbußen hinnehmen. Erfreulich sei dabei, dass der Großteil der zu Corona-Zeiten hinzugewonnen Umsätze gehalten werden konnte.

Wie das Statistische Bundesamt meldet, kann sich der Lebensmitteleinzelhandel im Juli mit einem Plus von 2,1 Prozent von den Umsatzeinbrüchen der vergangenen drei Monate etwas erholen. 

Händler-Gespräch im Juli

Die GETRÄNKE ZEITUNG hat die Händler Hans-Peter Kastner, Geschäftsführer Getränke Kastner, und Mario Benedikt, Geschäftsführer Getränke Hoffmann, befragt, ob und wie sie aufgrund der Corona-Pandemie, dem Lkw-Fahrermangel, Krieg und dem niedrigen Flusspegel mit Lieferausfällen konfrontiert werden.

Rückwirkend zum Januar dieses Jahres übernimmt das Familienunternehmen Geins nach eigenen Angaben 100 Prozent des traditionsreichen Münchner Getränkefachgroßhandels Reger.

Der zur Radeberger Gruppe gehörende Getränke-Fachhändler möchte seine Verantwortung für Nachhaltigkeit nach eigenen Angaben weiter ausbauen und das Thema konzeptionell in die Firmenstrategie implementieren.

Der LEH-Umsatz sinkt laut dem Statistischen Bundesamt weiter und rangiert auf dem tiefsten Stand seit sechs Jahren. Auch die Einzelhandelsunternehmen insgesamt müssen den größte Rückgang zum Vorjahresmonat seit Beginn der Zeitreihe im Jahr 1994 hinnehmen.

Der Lebensmitteleinzelhändler Edeka will künftig mit dem Getränkefachmarkt-Konzept Trinkgut außerhalb des Stammgebietes Rhein-Ruhr expandieren. Im September soll die Edeka-Südbayern mit den  ersten Trinkgut-Filialen an den Start gehen. Ein Jahr zuvor hatte schon die Edeka Südwest das Trinkgut-Konzept aufgeschaltet.

Rewe entscheidet sich als erster Lebensmittelhändler in Deutschland unter anderem aus Umweltgründen für den Ausstieg vom gedruckten Handzettel.

Händler-Gespräch im Juni

Die GETRÄNKE ZEITUNG hat die Händler Jennifer Topeters, Geschäftsführerin Getränke Zwirner, und Matthias Heidemann, Team Beverage, über den aktuellen Rohstoffmangel bei Glas sowie den ohnehin im Sommer schon vorherrschenden Rohstoffmangel befragt. 

Laut einer aktuelle Analyse von NielsenIQ wirken sich die aktuellen Krisen wie Corona, der Angriffskrieg auf die Ukraine und die Inflation weniger stark auf das Konsumverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher aus, als ursprünglich angenommen.

Wie das Statistische Bundesamt meldet, muss der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) nach dem historischen Minus von 7,7 Prozent im April auch für den Mai einen Rückgang (-0,6 %) verschmerzen.

Das vergangenen Jahr sei umsatz- und ergebnisseitig nicht erfreulich, aus strategischer Sicht jedoch wichtig gewesen. Während die Bereiche GEVA Gastro und Getränkefachmarkt das Vorjahresergebnis verfehlten, habe sich die Zentralregulierung achtbar geschlagen. 

Der Umsatz der Handelsgenossenschaft konnte auch im Jahr 2021 gegenüber dem Vorjahreswert um 3,0 Prozent auf 2,53 Milliarden Euro netto gesteigert werden.