Der Deutsche Brauer-Bund startet eigenen Angaben zufolge eine Online-Plattform zur Unterstützung von Betrieben der Getränkeindustrie, die ausgelöst durch die Energiekrise mit einem akuten Mangel an Kohlensäure zu kämpfen haben.

Der Deutsche Brauer-Bund hat gemeinsam mit seinen sechs Regionalverbänden einen Hilferuf an die Politik formuliert und fordert die schnellstmögliche nachhaltige Senkung der Energiekosten.

Die vor Inkrafttreten des Haushaltsbegleitgesetzes 2004 geltende „alte Biersteuermengenstaffel“ wird nun dauerhaft wiederhergestellt. Zuvor hat der Deutsche Bundestag den von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf eines 8. Gesetzes zur Änderung von Verbrauchsteuergesetzen angenommen.

Mit der Brauerei Aying Franz Inselkammer, der Privatbrauerei Gessner und der Privatbrauerei Erdinger Weißbräu begrüßt der Verband der Freien Brauer drei neue Kandidaten im Gesellschafterkreis.

Durch die Folgen der Corona-Krise sei die Kapitaldecke bei vielen Unternehmen der Getränkewirtschaft sehr dünn geworden, heißt in einem gemeinsamen Apell der Getränkeverbände. Sie seien nicht in der Lage, die wesentlich bedrohlichere, akute Situation zusätzlich noch zu bewältigen. In einem 5-Punkte-Plan verdeutlicht die Getränkewirtschaft, auf welchen Feldern sie Handlungsbedarf sieht.

Laut den Schätzungen des Verbands Deutscher Hopfenpflanzer fällt die diesjährige Erntemenge aufgrund des heißen, trockenen Wetters im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel geringer aus. Hinzu kämen enorme Kostensteigerungen für Produktionsmittel von bis zu 30 Prozent.

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Erst am Montag ist die Höhe der Gasumlage bekanntgegeben worden: rund 2,4 Cent müssen ab Oktober pro Kilowattstunde bezahlt werden. Obendrauf lehnte die EU-Kommission die Bitte von Finanzminister Christin Lindner (FDP) ab, die Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf die Umlage zu erlassen. Dabei hat die Industrie, darunter auch die Getränkebranche, bereits mit genug anderen Problemen zu kämpfen. Ein Kommentar von Caroline Hennemann-Sacherer

Der Deutsche Brauer-Bund (DBB) und der Bayerische Brauerbund (BBB) trauern um den früheren Präsidenten und Vize-Präsidenten Dr. Dieter Soltmann, der nach Angaben der Verbände Ende Juli im Alter von 87 Jahren verstorben sei.

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Ein Sprichwort besagt: "Wenn zwei sich streiten, freut sich ein Dritter." Ob das im Falle der beiden Bierpools GeMeMa und MPB zutrifft, bezweifelt Chefredakteur Pierre Pfeiffer. Wer derzeit die Nase vorn zu haben scheint und weshalb Zank gerade in diesen Zeiten ein teurer Luxus ist, beschreibt er in seinem Kommentar.

Im Rahmen der Anfang Februar gelaunchten Kampagne „Die Freien Gerstensorten“ hat der Werteverbund Die Freien Brauer bei einer Petition 150.000 Stimmen gegen Patente auf Saatgut gesammelt.

Der Absatz von Behälterglas in Tonnen ist im Jahr 2021 um 3,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum stark angestiegen. Dies meldet das Aktionsforum Glasverpackung.

Nachdem Münchens Oberbürgermeister Reiter jüngst Zweifel geäußert hatte, ob es richtig sei, das Oktoberfest abzuhalten, während in der Ukraine der Krieg tobe, fordert der Bayerische Brauerbund alle landes- und kommunalpolitisch tätigen Verantwortlichen auf, nach zwei Jahren Corona-Pause an der Volksfestsaison festzuhalten. 

Der Verband Private Brauereien Deutschland fordert angesichts der steigenden Preise von der Politik Entlastungsmöglichkeiten bei den Energiepreisen sowie die Brau- und Getränkebranche als systemrelevanten Industriezweig im Krisenfall vorrangig mit Energieträgern zu versorgen.  

Bei seiner Jahreshauptversammlung hat der Verband der Diplom Biersommeliers den Vorstand um einen auf nun sechs Präsidiumsplätze erweitert sowie zwei neue Präsidiumsmitglieder gewählt.

Um die gebeutelten Brauereien zu unterstützen, haben die Finanzminister der Länder beschlossen, die Steuern auf Biermixe nicht zu erhöhen.