89 Punkte: 2018 Chianti Classico DOCG Gran Selezione Paronza, Casale dello Sparviero, Italien, 14 %vol.
89 Punkte: 2018 Chianti Classico DOCG Gran Selezione Paronza, Casale dello Sparviero, Italien, 14 %vol.

Wein des Monats: Januar 2022

89 Punkte
2018 Chianti Classico DOCG Gran Selezione Paronza, Casale dello Sparviero, Italien, 14 %vol.


Zum Start ins neue Jahr liefern wir die passende Weinempfehlung: Dieser kraftvolle Chianti Classico DOCG Gran Selezione überzeugt durch seine spannende Vielschichtigkeit. Zu 100 Prozent aus Sangiovese-Trauben der ältesten Lagen des Weinguts produziert, gilt er als Top-Wein von Casale delle Sparviero.

In der Nase treffen fruchtige Aromen von Brombeere und Amarenakirsche auf eine ätherische Kräuterwürze, dunkles Karamell und schwarzen Pfeffer. Was zu Beginn an frische Minze erinnert, verwandelt sich nach erneutem ins Glas riechen in sanfte Eukalyptusnoten. Am Gaumen zeigt sich zunächst eine unerwartet frische Säure, die dafür sorgt, dass Brombeer- und Sauerkirschnoten in den Vordergrund treten. Umrandet wird das Ganze von weichen Tanninen und einer herben Würze aus dunklem Karamell, geröstetem Kaffee und Nelken, sowie im Abgang etwas Pflaumenmarmelade. Ein finessenreicher Wein mit starker Persönlichkeit für kalte Wintertage!

Das insgesamt drei Standorte (Campoperi, Casale und Paronza) umfassende Weingut Casale dello Sparviero liegt inmitten des berühmten Chianti-Gebietes in Italien. Schon gewusst? Der Name „Sparviero“ bedeutet übersetzt Sperber, eine Vogelart, die symbolisch für die Eigenschaften Stärke und Eleganz steht. Geführt wird das ursprünglich als Bauernhof erworbene Weingut derzeit in dritter Generation von Arrigo Barion. Er setzt sowohl bei der Bewirtschaftung seiner Weinberge als auch bei der Weinproduktion im Keller auf die Umsetzung nachhaltiger Aspekte. Bis zum Jahr 2022 soll dort auch die Umstellung zum Bio-Weinbau beendet sein.

Die Geschichte des Standortes Paranzo reicht übrigens bis ins 12. Jahrhundert zurück: Der damals amtierende Papst Alexander II. verschenkte den Paronza genannten Weinberg im Jahr 1169 an die Mönche einer örtlichen Pilgerherberge. Diese stellten daraufhin aus den Trauben ihren ersten Wein her, um Übernachtungsgäste zu versorgen. Heute werden die Trauben aus dem Paronza-Weinberg nach einer selektiven Lese für circa 15 Tage auf der Maische vergoren. Durch die anschließende Lagerung des Weines, für 18 Monate im französischen Barrique und für sechs Monate im slowenischen Holzfass, erreicht dieser Wein eine außergewöhnliche Kombination aus Eleganz und Fülle, was ihn zum Reifen prädestiniert. 

Preis: circa 33,00 €
Bezugsquelle: Auf Anfrage unter www.casaledellosparviero.com

 

Ausgabe 02/2022

Der Südpfälzer Johannes Jülg im Portrait // Erntebericht 2021 // Meiningers Deutscher Pinot-Preis
Ausgabe 2/2022

Themen der Ausgabe

Heißes für kalte Tage

... damit starten wir ins neue Jahr: Unsere vegetarische Bouillon mit Perldinkel & Riesencroûtons ist an nasskalten Wintertagen genau das richtige Gericht. Sommelier Silvio Nitzsche hat dazu die passende Cuvée aus Blauem Zweigelt und Blauem Wildbacher gefunden.
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Franken: Alles neu?

Vom Pét Nat bis hin zum hochfiligranen Tröpfchen: Frankens Winzer haben neben Silvaner und Co. so einiges zu bieten. Glauben Sie nicht? Wir haben verschiedene Winzer besucht, ihre Weine verkostet, und unsere Vorurteile schnell über Bord geworfen. »»Hier geht es zu unseren ausgewählten Weintipps

Kein Jahr für schwache Nerven

Frost, Hagel, Starkregen …  2021 war kein einfaches Weinjahr. Wie die Winzer weltweit mit den Herausforderungen umgingen und welche Länder schließlich von einer erfolgreichen Weinlese berichten konnten, lesen Sie in unserem Erntebericht.