24 ständig wechselnde Fassbiere werden im "Miss Hops" ausgeschenkt. Foto: Miss Hops
24 ständig wechselnde Fassbiere werden im "Miss Hops" ausgeschenkt. Foto: Miss Hops

Miss Hops: Bierbars für das Ruhrgebiet

Das Franchise-Bierkonzept "Miss Hops" von Toni Link setzt Zeichen. Nach dem Piloten in Bochum hat nun das zweite Outlet in Essen eröffnet. Im Fokus auch hier: nationale und internationale Bierkultur und Ruhrpottküche 2.0. 

Im Dezember 2019 begann der Gastronom Toni Link, bekannt u.a. durch sein Dortmunder Bier-Restaurant "Hopfen & Salz", mit der Planung für sein Franchise-Konzept "Miss Hops". Auch COVID-19 konnte den umtriebigen Gastronomen nicht stoppen, und so eröffnete die Bierbar pünktlich am 26. Juni 2010, mitten in der Pandemie, im Bermuda Dreieck in Bochum ihr erstes Outlet. Trotz der widrigen Umstände ging das Konzept von Toni Link auf: Mit 24 verschiedenen Bieren vom Fass und Dutzenden weiteren in Flasche und Dose bot das "Miss Hops" von Beginn an die größte Bierauswahl in Bochum. Angeboten werden nationale und internationale Biere sowie – ein weiterer Schwerpunkt des Konzepts – regionale Biermarken, so etwa Biere der Brauerei „Mücke“ aus Essen, benannt nach dem letzten Grubenpferd auf der Zeche Zollverein.

Mitten auf der Gastromeile Rüttenscheider Straße hat der zweite "Miss Hops"-Laden eröffnet. Foto: Miss Hops
Mitten auf der Gastromeile Rüttenscheider Straße hat der zweite "Miss Hops"-Laden eröffnet. Foto: Miss Hops

Neben dieser guten Prise Lokalkolorit kommt ein weiterer Faktor hinzu, der den Erfolg ausmacht: Mit Bieren wie Astra Pils, Maisel’s Weisse, Bayreuther Hell, Budweiser Lager oder Gaffel Kölsch ist das flüssige Programm durchaus niedrigschwellig und somit für ein breites Publikum angelegt. Der breitenwirksamen und lokal verankerten Idee folgt auch das Foodprogramm, das mehr ist als eine lapidare Snack-Begleitung, wie man es so häufig in Bier-geprägten Objekten antrifft: „Auch bei der Speisekarte verfolgen wir eine klare Linie, die zu unserem Konzept als Bierbar im Herzen des Ruhrgebiets passt“, erzählt Toni Link. Er spricht von einer „Ruhrpottküche 2.0“. Angeboten werden hausgemachte Spezialitäten und Neuinterpretationen bewährter Klassiker aus der Region, etwa Langós, Foliensüßkartoffel gefüllt mit Chili con Carne, Schnitzel in verschiedenen Variationen, aber auch Kneipen-Klassiker wie Frikadellen oder Mettwürstchen sowie hausgebackenes Bierbrot und sogar Bier-Eis. „Wir sind bodenständig und so verstehen wir auch unsere Gastronomie“, verdeutlicht Toni Link. 

Dass es bei dem Erstling in Bochum nicht bleiben soll, war von Beginn an klar. „Unsere Idee von Miss Hops war von Anfang an als Franchise-Konzept angelegt“, sagt Toni Link. Und so freut sich der bierbegeisterte Gastronom darüber, im Herbst 2021 mit Chris Gmeinwieser sodann seinen ersten Franchisenehmer präsentieren zu dürfen, der die "Miss Hops"-Präsenz im Ruhrgebiet weiter stärkt. Mit der Rüttenscheider Straße in Essen wurde abermals ein gastronomischer Hotspot als Standort gewählt, der ein breitgefächertes Publikum versprícht. Wie auch beim Mutterkonzept in Bochum werden auf der „Rü“ 24 ständig wechselnde Fassbiere ausgeschenkt, und auch hier wird das flüssige Programm um die „Ruhrpottküche 2.0“ ergänzt. Verwendet werden in der Küche ausschließlich frische Zutaten, wenn möglich aus regionaler Herstellung. Viele Gerichte sind vegetarisch oder vegan. 

Die Speisekarte steht unter dem Motto „Ruhrpottküche 2.0“. Foto: Miss Hops
Die Speisekarte steht unter dem Motto „Ruhrpottküche 2.0“. Foto: Miss Hops
Chris Gmeinwieser ist der Franchise-Partner Nummer eins bei "Miss Hops". Foto: Miss Hops
Chris Gmeinwieser ist der Franchise-Partner Nummer eins bei "Miss Hops". Foto: Miss Hops

Chris Gmeinwieser ist für sein „Miss Hops“ extra nach Essen gezogen, zuvor führte der erfahrene Gastronom in seiner Heimatstadt Kaiserslautern mit mehreren Partnern die Craft-Beer- und Cocktailbar „Hop In“. „Ich hatte Bock, mein eigenes Ding zu machen. Jetzt habe ich in Essen 24 verschiedene Biere am Hahn, in meinen Kühlschränken liegen hunderte Flaschenbiere – das ist echt der Wahnsinn!", erklärt er seinen Schritt ins Ruhrgebiet. Die Räume der ehemaligen Kultkneipe „planB“ haben Gmeinwieser und Link merklich umgebaut. Das Ziel: mehr Platz schaffen, damit es in Zeiten von Abstandsregeln genügend Sitzplätze gibt. Theke und Küche wurden dafür verlegt. Außerdem wird der Innenhof noch neu gestaltet, um für Sitzplätze an der frischen Luft zu sorgen. Trotz der Umbauten soll der Wohnzimmer-Charakter, der in der Vergangenheit von den „planB“-Gästen sehr geschätzt wurde, erhalten bleiben. Das neue „Miss Hops“ präsentiert sich somit als Mischung aus freundlicher Eckkneipe und Bar mit modern-rustikalem Charme und stilvoller Einrichtung.

Die "Miss Hops"-Reise soll auf der "Rü" allerdings nicht enden. Geplant sind weitere Neueröffnungen in 1-A-Lagen deutscher Szeneviertel.

Weitere Infos: misshops.de 

(Text: Benjamin Brouër)

Guten Hunger, guten Durst - das "Miss Hops" stillt beides. Foto: Miss Hops

Guten Hunger, guten Durst - das "Miss Hops" stillt beides. Foto: Miss Hops

Beliebtes Angebot in jeder guten Bierbar - das Tasting Tray. Foto: Miss Hops

Beliebtes Angebot in jeder guten Bierbar - das Tasting Tray. Foto: Miss Hops

"Miss Hops" - im Zeichen der weiblichen Hopfendolden. Foto: Miss Hops

"Miss Hops" - im Zeichen der weiblichen Hopfendolden. Foto: Miss Hops

fizzz 12/2021

Fizzz #12-2021

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