Cookies Show @ Home Undercover
Cookies Show @ Home Undercover

fizzz testet: Cookies Show @ Home

Lob oder Tadel? Begeisterung oder Ernüchterung? Champ oder Loser? fizzz testet undercover:

Dezember 2020, Lockdown, Teil 2 – die Gastronomie kämpft an allen Fronten ums Überleben. Ein erfolgreiches Tool sind Ready-to-cook-Boxen für das Gastronomie-Erlebnis zu Hause, teilweise ins gesamte Bundesgebiet geliefert. Ein ganz ferner Gruß aus der Küche sozusagen. Wir bestellen uns für das Wochenende Spitzenmenüs aus Berlin, einmal aus dem „Crackers“ samt Fleisch-Add-On, einmal aus dem vegetarischen Vorzeigerestaurant „Cookies Cream“.

Endlich ist der DHL-Express-Bote mit dem Paket da. Wein, Wasser, Kerze, Glückskeks, äh Fortune Cookie (!), Menükarte samt QR-Code zum Tutorial und zur Spotify-Playlist – alles dabei. Und jede Menge kleine Becher, Mini-Schälchen und Folienbeutel mit den Zutaten. Puh… dieses Sammelsurium soll perfekte Vier-Gang-Menüs ergeben? Erst einmal die Zutaten sortieren, dann kann das muntere „Kochen nach Buchstaben“ beginnen.

Obwohl... kochen? Die Menüs sind so convenient vorbereitet, dass es nur darum geht, Sachen im Wasserbad oder ausnahmsweise einmal im Ofen zu erwärmen und – Achtung, Herausforderung – auf dem Teller nett anzurichten. Also Schürze wieder aus, dafür das Video-Tutorial an, in dem die Cookies-Crew die einzelnen Schritte noch einmal idiotensicher erklärt. Die passen zwar nicht immer exakt zu den Angaben auf den Beuteln oder der Erläuterung auf der Website, aber egal, wir machen es einfach wie bei Loriot: ganz nach Gefühl. Und wie das klappt: Gerösteter Blumenkohl mit Kartoffelpüree und Weintraubenchutney, dazu Rinderfilet mit Cognac Jus. Misoballs mit bunter Bete, Bauer Peters Schwarzwurzelsuppe (wir mischen die Menüs hier einfach mal durch) – alles gelingt on point und macht die aromatische Komplexität der Speisen transparent. Die Kinder fragen, ob wir immer noch essen… Klar, jetzt kommt doch noch die Safran-Aprikosenmousse mit Jalapeño-Popcorn. Der Bauch ist voll, der Abfalleimer auch – wo bleibt der Service, der das Geschirr ab- und die Küche aufräumt? Ach, was säßen wir jetzt gern in Berlin und würden in die Nacht starten. 

Hoch: Convenience-Faktor
Höher: Genusserlebnis
Am höchsten: die Lust auf den realen Gastro-Besuch

Fazit: Ready-to-cook-Boxen können vieles, doch eines können sie nicht: die Gastronomie ersetzen, denn diese ist mehr als Essen und Trinken.

Die Stay-Home-Menüs aus dem Cookies Cream und dem Crackers können über die Website cookies.show deutschlandweit bestellt werden und kosten ab 45 Euro.