Auf ein Glas Wein mit Eva Eppard

Ilka Lindemann im Gespräch mit Eva Eppard; Foto: AdLumina/Ralf Ziegler

Ilka Lindemann im Gespräch mit Eva Eppard; Foto: AdLumina/Ralf Ziegler

zu Besuch in der Hundertguldenmühle; Foto: AdLumina/Ralf Ziegler

zu Besuch in der Hundertguldenmühle; Foto: AdLumina/Ralf Ziegler

Eva Eppard; Foto: AdLumina/Ralf Ziegler

Eva Eppard; Foto: AdLumina/Ralf Ziegler

Eva Eppard
ist Gastgeberin aus Passion. Mit der Hundertguldenmühle hat sie sich vor sechs Jahren ihren Lebenstraum erfüllt. Inzwischen kommen Gäste von überall her nach Appenheim, um ihre kreative und doch bodenständige Küche zu genießen. 2017 wurde sie mit dem Great Wine Capital Nachhaltigkeits-Award ausgezeichnet … Wir haben ihr ein paar Fragen gestellt.

 


Wie blicken Sie auf 2020 zurück?
Es war ein herausforderndes Jahr, das uns aus unserer Wohlfühlzone herausgerissen hat. Ich habe es nachdenklich, aber auch kämpferisch erlebt und wir versuchen, unseren Humor nicht zu verlieren und jedem Tag etwas Positives abzugewinnen.

Sie haben schon im ersten Lockdown nicht gezögert und eine Speisekarte to-go angeboten. Wie lief’s?
Ein paar Monate hatten wir wegen Umbauarbeiten geschlossen, um dann völlig motiviert für fünf Tage zu öffnen und dann kam schon der 1. Lockdown. Ab dem 18. März haben wir unsere Speisen to-go angeboten …

Aber nicht nur das. Für Wanderer hatten Sie noch eine andere Idee …
Wir haben die Appenheimer Hiwweltour direkt vor der Tür, da haben wir kurzerhand den Grill angeschmissen und den Wanderern die Hiwweltour-Wurst vom Grill angeboten. Lief super.

Und wie war der Sommer?
Normalerweise haben wir 200 Veranstaltungen, davon fanden zwei statt (lacht). Aber wir haben Glück, dass wir soviel Platz haben und hatten einen tollen Sommer. Eigentlich der beste Sommer aller Zeiten, es war täglich alles ausgebucht.

Im 2. Lockdown kam noch ein Lieferservice dazu und die Möglichkeit, in Ihren Räumlichkeiten zu „shoppen“.
Ja, die Leute, die hier ihr Essen abholen, bekommen die Möglichkeit, Weine von befreundeten Winzern wie Knewitz oder Hofmann zu kaufen, inzwischen haben wir auch Dekoartikel, Kaffee, Fruchtaufstriche oder zum Beispiel Brände von Gutzler …

Und wie wird der Lieferservice genutzt?
Wir liefern 90 Prozent der Essen aus im Umkreis von 30 Kilometern … Dabei helfen Freunde und die Familie.

Wie viele Essen liefern Sie denn aus?
Unterschiedlich. Gestern waren es 40, an Sonntagen 80 bis 100 Essen.

Im Restaurant sind Sie was die Weine betrifft, lokalpatriotisch. Was genießen Sie privat?
Mir kommt kein Wein auf die Karte, der mir nicht schmeckt. Also gibt es bei mir privat wie im Restaurant Weine von den Appenheimer Winzern sowie ein paar Lieblingsweingütern aus Rheinhessen. Die Gäste sollen sich durch den Ort trinken können. Deshalb bieten wir 27 Weine offen an.

Sie sind Koch- und Backexpertin in der SWR 4 Sprechstunde. Wie kam’s?
Das fing vor vielen Jahren mit einer Stunde an. Jetzt gibt es im 4-Wochen-Rhythmus von 10 bis 12 Uhr Experten-Sprechstunden. Da rufen viele Menschen haben, die ihre Fragen rund um das Thema kochen stellen. Das Feedback ist super. Und ich würde mir wünschen, dass wieder mehr Menschen zu Hause frisch und saisonal kochen.

2021 – Prognosen?
Aufgeben ist keine Option!

Ausgabe 06/2021

Württemberg in Bewegung: Moritz Haidle im Portrait // Meiningers Deutscher Sektpreis 2021 // Gigondas-Highlights
MEININGERS WEINWELT Ausgabe 6/21

Themen der Ausgabe

Tolle Knolle

Unsere Kartoffel-Lauch-Suppe kommt nicht nur mit wenigen Zutaten aus, sondern ist auch von weniger ambitionierten Köchen im Handumdrehen zubereitet. Sommelière Nina Mann präsentiert den dazu passenden Grauburgunder vom Kaiserstuhl. »Hier finden Sie Rezept & Weintipp

Kraftvolles aus Gigondas

Über 1200 Hektar Rebfläche gehören zu dem Cru Gigondas im südlichen Rhône-Tal. Die Weinberge sind größtenteils mit oft uralten Grenache-noir-Reben bestockt. In dieser Ausgabe lesen Sie über die spannendsten Winzer und Entwicklungen in der unterschätzten Region. »Hier finden Sie die Ergebnisse unserer Verkostung

Moderner Traditionalist

Früher sprühte Moritz Haidle Graffiti, hörte Hip-Hop und träumte davon, als Automobildesigner zu arbeiten. Heute leitet er eines der Vorzeigeweingüter in Württemberg. Sein Herz schlägt dabei ganz besonders für den Riesling.