Weinernte. Der Riesling ist allerdings etwas später dran. (Foto: Hans Krämer)
Weinernte. Der Riesling ist allerdings etwas später dran. (Foto: Hans Krämer)

Die ersten Trauben werden geerntet

Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilt, werden in dieser Woche nicht nur in der Pfalz oder in Rheinhessen, sondern bereits auch in Sachsen, Franken oder an der Mosel Trauben von frühreifen Rebsorten wie Solaris oder Ortega für die Bereitung des ersten Federweißen gelesen.

Die Federweißer-Lese begann auch in den vergangenen Jahren meist schon Mitte August, da der Handel zu diesem Zeitpunkt nach dem Produkt verlangt. Es wird zudem allgemein mit einem vergleichsweise frühen Beginn der Hauptweinlese von Sorten wie etwa Müller-Thurgau Ende August bis Anfang September gerechnet. Sekterzeuger dürften die Trauben der Burgundersorten ebenfalls schon Ende August einbringen. Spätreifende Sorten wie der Riesling werden voraussichtlich je nach Anbaugebiet ab Mitte September lesereif sein.

Der bislang trockene Sommer setzt zwar im Wesentlichen nur den Junganlagen zu, allerdings werden die Erntemengen von eventuellen Niederschlägen in den kommenden Tagen und Wochen abhängen. Ideal für einen guten Weinjahrgang 2022 wäre laut DWI der ein oder andere ausgiebige Landregen im August und ein trockener September zur Hauptlesezeit.

Zuletzt hatten verschiedene Weinkommissionäre den Beginn der eigentlichen Weinlese in Pfalz und Rheinhessen auf Ende August/Anfang September verortet, auch der 5. September wurde als Datum genannt. Die Unwetter, die für Ende der Woche gemeldet sind und unter Umständen auch Hagel mit sich bringen könnten, könnten durchaus auch einen Einfluss auf den Lesestart-Termin haben. RED

Ausgabe 19/2022

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