Man kann den Weingütern im Rheingau sicher nicht vorwerfen, sich bequem zurückzulehnen. Das hessische Anbaugebiet hat begriffen, dass alter Glanz allein zu wenig ist, Tradition jedoch sehr hilfreich sein kann. Einen USP als Speisebegleiter bilden die dezent restsüßen Rieslinge.

Ein behäbiger Klassiker? Weit gefehlt! Handwerker, Terroir-Tüftler, Expats und Weindynastie-Sprösslinge mischen Spaniens Super-Appellation derzeit ordentlich auf. Und die neue Einzellagen-Kategorie liefert jede Menge Stoff für Rioja-Nerds. 

Im Vergleich zu den hippen Metropolen ist Trier nicht unbedingt die Stadt, der man eine spannende Entwicklung in puncto Weinbars nachsagt. Dass trotz Corona aktuell viel Ideenreichtum herrscht, beweist ein Check der neuen Projekte. Trier bewegt sich. 

Ein spezielles Pflaster, diese Insel. Gastro-Klassiker haben hier ein langes Leben, Neueinsteiger müssen sich anpassen oder Lücken finden, die sich zwischen  Gourmetstars und der Luxus-Strandkneipe auftun. 

Die ausgebildete Sommelière verwirklicht mit ihrem Mann auf Schloss Hohenstein den Traum von der Selbstständigkeit.  

Nomen est Omen: Sommelière Elena Hart begleitet mit den 600 Positionen auf der Weinkarte des Restaurants Ente Klassiker wie die geschmorte Barbarie Ente

Florian Bechtel will die aktuell ca. 280 Positionen umfassende Karte des Weinsinns dynamischer gestalten und häufiger neue Weingüter aufnehmen.

Ein Dreierteam, das gemeinsam kocht, serviert und sauber macht. Nicht das einzig Ungewöhnliche an Peter Müllers Konzept. Wer sich darauf einlässt, genießt bei Heimlich Wirt entspannte Weine zur Wirtshausküche.

Kaum eine andere Sorte erlebt derzeit eine solche Dynamik wie der Spätburgunder. Ob durch den Generationswechsel oder junge Betriebe, der Trend geht bundesweit über alle Anbaugebiete zu mehr Feinheit, weniger Holz und einem neuen Terroir-Verständnis. Eine Tour de Pinot durch die Republik.