Globus Ludwigshafen Oggersheim (Foto: Meininger Verlag)
Globus Ludwigshafen Oggersheim (Foto: Meininger Verlag)

»Wir sind ein fairer Partner«

Einkäufer Alexander Woll verantwortet bei Globus Deutschland den Einkauf deutscher Weine. Mit WEINWIRTSCHAFT sprach er über die ProWein, Auswirkungen der Kostenexplosion, Marktgestaltung und Piwi-Weine sowie Entwicklungen in verschiedenen Absatzkanälen.

Sie haben sich auf die ProWein getraut. Wie haben Sie die Messe erlebt?
Ich war dieses Jahr zum ersten Mal nur zwei Tage da. Die Messe war nicht so stark frequentiert wie sonst, vor allem waren deutlich weniger Besucher da. Ich fand, dass die Qualität der Besucher aber deutlich besser war. Man hatte viel mehr Zeit, sich mit den Lieferanten auszutauschen, konnte mehr in Ruhe probieren. Insgesamt war es sehr angenehm.

Haben Sie dort noch Abschlüsse gemacht? Die Jahresgespräche sind eigentlich schon längst gelaufen. 
Aufgrund der Verschiebung der ProWein vom März in den Mai, waren wir natürlich weitestgehend durch. Aber ich konnte viele vertriebliche Themen besprechen. Ich habe auch einige neue und interessante Weine entdeckt, habe Winzer besucht, die wir im Fokus haben.

 

»Wir sind immer up to date und informieren uns, was die Kostenexplosionen auf der Gegenseite anrichten.

So eine Situation habe ich in den fast 20 Jahren, die ich als Einkäufer aktiv bin, noch nicht in dem Maße erlebt.«

Ein großes Thema war sicher die Kostenentwicklung bei den Erzeugern. Wie gehen Sie damit um?
Das bleibt uns natürlich nicht verborgen. Wir sind immer up to date und informieren uns, was die Kostenexplosionen auf der Gegenseite anrichten. So eine Situation habe ich in den fast 20 Jahren, die ich als Einkäufer aktiv bin, noch nicht in dem Maße erlebt. Man hat immer mal Jahrgänge, in denen einzelne Winzer von Ernteausfällen oder ganze Regionen von klimatischen Extremen betroffen sind, und dann weiß man schon, dass die Preise ab und zu auch mal steigen können. Solche Dinge bewerten wir offen und sind ein fairer Partner.

Von einigen Ausstellern war zu hören, dass sie keinen Weg an unterjährigen Preiserhöhungen vorbei sehen. Andere wollten es irgendwie anders regeln. Wie gehen Sie mit diesen Lieferanten um?

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Ausgabe 13/2022

WEINWIRTSCHAFT 13/2022

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