Foto: Dirk Messner
Foto: Dirk Messner

Fünf Fragen an Soulstar Max Mutzke

Interview: Carla Bongers 

Wie viel Soul steckt im Wein?
Ich finde, wenn etwas Seele hat, dann ist es Wein. Den anzubauen hat ja sehr viel mit Handarbeit zu tun und oft auch mit viel Liebe. Jede einzelne Pflanze wird dabei angefasst und angeschaut – also mehr Seele kannst du, glaube ich, in ein Gewächs gar nicht stecken.

Du hast gerade den Champagne-Preis für Lebensfreude erhalten: Wie wichtig sind Dir Auszeichnungen?
Nicht so sehr, wie man glauben könnte. Aber diesen Preis finde ich charmant: Er hat nichts mit verkauften Exemplaren zu tun, sondern da sitzt eine Jury zusammen, der es wirklich darum geht „wer erreicht Menschen, wer macht abgefahrenes Zeug?“ Bei mir war es dann, dass ich so breit aufgestellt bin und so viele verschiedene Projekte laufen habe; so viele Live-Konzerte spiele, die immer voll und lebendig sind – was eben Lebensfreude transportiert.

Das perfekte Publikum?
… lässt sich komplett fallen. Wenn es überall brodelt, wie so eine wabernde Masse, die mal hier, mal da hochplatzt – das ist eigentlich das geilste Publikum. Wenn du merkst: Da ist permanent Leben drin.

„Colors“ heißt Dein neues Album: Welche Farbe muss ins Weinglas?
Es muss unbedingt rot sein! (lacht) Ich finde Weißwein eindimensional im Geschmack. Bei Rotwein geht für mich viel mehr auf im Mund. Ich liebe es total, so einen schweren, ganz dunklen Rotwein zu trinken und es ist meistens Primitivo, der mich im Restaurant glücklich macht.

Lieber nach Hause kommen oder auf Tour gehen?
Der Rhythmus zu Hause und auf Tour ist total unterschiedlich, aber gerade die Mischung aus beidem ist für mich das Allerschönste, muss ich sagen.

Max Mutzke ist Sänger, Songwriter und Soulstar aus dem Schwarzwald.
www.maxmutzke.de 

Schlagworte

Ausgabe 01/2022

Nederburg Wine Estate im Portrait // Weine ohne Schwefel // Die besten Lagerungsmöglichkeiten
MEININGERS WEINWELT Ausgabe 1/22

Themen der Ausgabe

Das hat Pfeffer

Pfeffrig-würzig fällt dieses Mal unser Gericht für die kühle Jahreszeit aus: Zu Pfeffersteaks mit Paprikastreifen kombiniert Stéphane Gass, langjähriger Chef-Sommelier im Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn, eine kraftvoll-harmonische Gigondas-Cuvée aus den Sorten Grenache und Syrah. Ein geschmacklicher Volltreffer. Das Rezept finden Sie »hier.

Schwefelfrei – geht das?

Kaum ein anderer Stoff ist in der Weinbereitung so allgegenwärtig wie Schwefel. Durch seine antioxidative und antiseptische Wirkung scheint SO2 für viele Winzer in Weinberg und Keller unverzichtbar. Dennoch nimmt die Zahl der Weine ohne zugesetzte Sulfite ständig zu. Was verbirgt sich hinter dem Trend und wo liegen die Vorzüge und Nachteile schwefelfreier Gewächse? Eine Auswahl an Weinen, die ohne zugefügte Sulfite oder mit insgesamt weniger als 30 mg/L auskommen, haben wir »hier für Sie zusammengestellt. 

Gut gelagert

Dunkel, gleichmäßig gekühlt, nicht zu trocken sowie frei von Erschütterungen und Gerüchen – so die wichtigsten Eckpfeiler der professionellen Weinlagerung. Mit welchen Systemen die Hersteller die perfekte Reifung Ihrer Gewächse garantieren wollen und welche Weinregale durch eine herausragende Optik punkten, können Sie im Artikel unserer neuen WEINWELT-Volontärin Sophia Langhäuser nachlesen.