Foto: Ben Fuchs
Foto: Ben Fuchs

Felicitas Then stellt die Koriander-Frage

Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn … Kaum ein Kraut wird so kontrovers diskutiert wie der Koriander. Er spaltet Feinschmecker in zwei Lager. Angeblich liegt es einem in den Genen, ob man das Kraut als angenehm frisch oder nervig-seifig empfindet. Ich jedenfalls bin Koriander-Fan! Bei mir kommt er nicht nur in asiatische Gerichte, wie zum Beispiel das vietnamesische Baguette Bánh mì, er landet in Salaten, auf meinem gebratenen Spargel, die Stiele verwende ich als Würze in Brühen und wenn ich einen ganz großen Bund gekauft habe, verarbeite ich ihn zu Pesto.

Und: Nicht nur die Blätter des Korianders sind toll. Ich liebe auch die Samen. Frisch gemahlen verfeinern sie Currys, Brotteig oder Grill-Marinaden. Umso trauriger macht es mich, wenn ich in kleineren Städten bin und mein Lieblings-Kraut in keinem Supermarkt zu bekommen ist. Denn neben den üppigen Basilikumsträuchern steht dort meist nur krause Petersilie und vielleicht ein bisschen Schnittlauch. Hier ist also noch ein bisschen Pionier-Arbeit zu leisten.

Übrigens sagen Forscher, dass man sich an das Aroma gewöhnen kann. Und mal ehrlich, wem hat denn der erste Kaffee oder das erste Glas Rotwein geschmeckt … Wer schon zum Frühstück mit der Koriander-Gewöhnung beginnen möchte, dem empfehle ich das israelische Frühstück Shakshuka. Hier kann man sich zu­­nächst auch mit einer kleinen Dosis rantasten (oder alternativ auch auf Petersilie ausweichen). 

Shakshuka (Zutaten für 4 Personen)

1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 1 Paprikaschote, 1 Chilischote, 3 EL Olivenöl, 1 Dose stückige Tomaten (400 g), Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, Zucker, Zimt, 1 Handvoll Kirschtomaten, 5 Bio Eier, frischer Koriander, 100 g Fetakäse, Fladenbrot zum Servieren

Zwiebel und Knoblauch hacken. Paprika in Streifen schneiden. Die Chilischote in Ringe schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Das Gemüse darin anbraten. Dann die Tomaten aus der Dose dazugeben und mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel, etwas Zucker und Zimt würzen. Die Tomaten halbieren, ebenfalls dazugeben und alles 10 Minuten lang köcheln lassen.

Dann mit einem Esslöffel fünf Mulden für die Eier in die Tomatenmasse drücken und jeweils ein Ei hineinschlagen. Die Pfanne abdecken und die Eier circa 10 Minuten lang wachsweich stocken lassen. Das fertige Shakshuka mit zerbröseltem Fetakäse und Koriander bestreut servieren. 

 

Schlagworte

Ausgabe 01/2022

Nederburg Wine Estate im Portrait // Weine ohne Schwefel // Die besten Lagerungsmöglichkeiten
MEININGERS WEINWELT Ausgabe 1/22

Themen der Ausgabe

Das hat Pfeffer

Pfeffrig-würzig fällt dieses Mal unser Gericht für die kühle Jahreszeit aus: Zu Pfeffersteaks mit Paprikastreifen kombiniert Stéphane Gass, langjähriger Chef-Sommelier im Hotel Traube Tonbach in Baiersbronn, eine kraftvoll-harmonische Gigondas-Cuvée aus den Sorten Grenache und Syrah. Ein geschmacklicher Volltreffer. Das Rezept finden Sie »hier.

Schwefelfrei – geht das?

Kaum ein anderer Stoff ist in der Weinbereitung so allgegenwärtig wie Schwefel. Durch seine antioxidative und antiseptische Wirkung scheint SO2 für viele Winzer in Weinberg und Keller unverzichtbar. Dennoch nimmt die Zahl der Weine ohne zugesetzte Sulfite ständig zu. Was verbirgt sich hinter dem Trend und wo liegen die Vorzüge und Nachteile schwefelfreier Gewächse? Eine Auswahl an Weinen, die ohne zugefügte Sulfite oder mit insgesamt weniger als 30 mg/L auskommen, haben wir »hier für Sie zusammengestellt. 

Gut gelagert

Dunkel, gleichmäßig gekühlt, nicht zu trocken sowie frei von Erschütterungen und Gerüchen – so die wichtigsten Eckpfeiler der professionellen Weinlagerung. Mit welchen Systemen die Hersteller die perfekte Reifung Ihrer Gewächse garantieren wollen und welche Weinregale durch eine herausragende Optik punkten, können Sie im Artikel unserer neuen WEINWELT-Volontärin Sophia Langhäuser nachlesen.