Swing the World Ascona; Foto: Fabio Balassi
Swing the World Ascona; Foto: Fabio Balassi

Schaukeln mit Aussicht im Tessin

Von Hand gefertigte Schaukeln, gute Ortskenntnis und eine originelle Idee: Mit „Swing the World“ haben Elisa Cappelletti (23) und Fabio Balassi (27), ein junges Paar aus dem Tessin, während der Lockdown-Phase im Frühling 2020 eine kantonsweite Attraktion ins Leben gerufen. Die aktuell neun Riesenschaukeln in der italienischen Schweiz sollen Besucher inspirieren, auf Entdeckungstour in die Natur zu gehen. In Zusammenarbeit mit Ticino Turismo werden 2021 noch weitere Schaukeln folgen.

Swing the World; Foto: Fabio Balassi
Swing the World; Foto: Fabio Balassi

Unbekannte Orte im Tessin entdecken, auf dem Holzbrett atemberaubenden Aussichten entgegenschwingen und sich eins mit der Landschaft fühlen – am See, auf dem Gipfel eines Berges, am Wasserfall oder auf der Piazza. Durch die an den schönsten Tessiner Orten installierten Schaukeln erleben Gäste die Natur aus einem ganz anderen Blickwinkel. „Das Projekt Swing the World haben wir mit dem Ziel ins Leben gerufen, Menschen auf originelle Weise dazu einzuladen, Zeit außerhalb der eigenen vier Wände zu verbringen und sich unter freiem Himmel zu vergnügen“, erklärt Elisa Cappelletti ihre Idee. Die 23-Jährige hat Visuelle Kommunikation studiert, Fabio Balassi ist Konstrukteur und Videomaker. Gemeinsam teilen sie die Leidenschaft für Fotografie. Kein Wunder also, dass die Swings an besonders „Instagram-tauglichen“ Orten und einigen der eindrucksvollsten Plätzen der italienischen Schweiz zu finden sind. Zwischen hochgewachsenen Bäumen oder eigens dafür konstruierten Schaukelgestellen aus Holz werden die handgewobenen, 18 Millimeter starken Seile befestigt. Das Sitzbrett, ebenfalls handgefertigt aus heimischem Holz, ist zwischen 80 und 100 Zentimeter breit, so dass man bequem zu zweit auf der Schaukel Platz findet. „Wir sind im Tessin aufgewachsen und wollen auf diese Weise anderen unsere Heimat zeigen und Emotionen spüren lassen, die wir alle als Kinder empfunden haben“, ergänzt Fabio Balassi. „Die Schaukeln von Swing the World finden sowohl bei Tessinern wie auch bei unseren Gästen großen Anklang und sind ein regelrechter Besuchermagnet geworden, vor allem beim jüngeren Publikum“, kommentiert Angelo Trotta, Direktor von Ticino Turismo den Erfolg. „Es ist eine originelle Idee, um in unserer Region auf Entdeckungstour zu gehen. Vor allem, da einige der Swings an Orten aufgestellt sind, die nur zu Fuß oder per Bike erreichbar sind. Eine tolle Möglichkeit also, eine Wander- oder Radtour mit der Suche nach den Schaukeln und den schönen Orten, an denen sie stehen, zu verbinden. Wir sind deshalb für 2021 mit Elisa Cappelletti und Fabio Balassi eine Kooperation eingegangen, um den weiteren Ausbau von Plätzen mit den gigantischen Schaukeln zu fördern.

 

Swing the World Tenero; Foto: Fabio Balassi
Swing the World Tenero; Foto: Fabio Balassi

Aktuell finden sich Swings auf dem Pizzo Zucchero im Onsernonetal, in Rasa im Centovalli, am Shaka Beach von Vira Gambarogno am Lago Maggiore, am Wasserfall von Foroglio im Bavonatal, auf Cardada, dem Hausberg von Locarno, an der Piazza von Ascona, in Tenero auf dem Gelände des Campofelice Camping Village, gleich zwei in Nara im Bleniotal und neu auch im Parco San Grato oberhalb von Lugano. Weitere sind nun in Zusammenarbeit mit Ticino Turismo für 2021 geplant. Alle Standorte finden sich unter www.swingtheworld.ch sowie ticino.ch/swingsticino.

Swing the World Vira Gambarogno; Foto: Fabio Balassi
Swing the World Vira Gambarogno; Foto: Fabio Balassi
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Ausgabe 06/2021

Württemberg in Bewegung: Moritz Haidle im Portrait // Meiningers Deutscher Sektpreis 2021 // Gigondas-Highlights
MEININGERS WEINWELT Ausgabe 6/21

Themen der Ausgabe

Tolle Knolle

Unsere Kartoffel-Lauch-Suppe kommt nicht nur mit wenigen Zutaten aus, sondern ist auch von weniger ambitionierten Köchen im Handumdrehen zubereitet. Sommelière Nina Mann präsentiert den dazu passenden Grauburgunder vom Kaiserstuhl. »Hier finden Sie Rezept & Weintipp

Kraftvolles aus Gigondas

Über 1200 Hektar Rebfläche gehören zu dem Cru Gigondas im südlichen Rhône-Tal. Die Weinberge sind größtenteils mit oft uralten Grenache-noir-Reben bestockt. In dieser Ausgabe lesen Sie über die spannendsten Winzer und Entwicklungen in der unterschätzten Region. »Hier finden Sie die Ergebnisse unserer Verkostung

Moderner Traditionalist

Früher sprühte Moritz Haidle Graffiti, hörte Hip-Hop und träumte davon, als Automobildesigner zu arbeiten. Heute leitet er eines der Vorzeigeweingüter in Württemberg. Sein Herz schlägt dabei ganz besonders für den Riesling.