Marco (✝) und Paolo Barbanera
Marco (✝) und Paolo Barbanera

Italian Wine Brands übernimmt Barbanera

Nach bedeutenden Investitionen in 2021 hat sich das börsennotierte Weinunternehmen Italian Wine Brands (IWB) nun auch in der Toskana eingekauft. Die Gruppe übernimmt 100 Prozent des Aktienkapitals der Kellereien Barbanera srl und Fossalto srl von der Familie Barbanera aus Cetona in der Provinz Siena. Die Transaktion ist ca. 42 Mill. Euro schwer und beinhaltet einen exklusiven, langfristigen Liefervertrag mit dem 33 Hektar großen Weingut Le Forconate, das ebenfalls im Besitz der Familie Barbanera ist.

Die beiden an der Übernahme beteiligten Betriebe sind mit ihren registrierten Marken »Barbanera«, »Gigino« und »Vecciano« im Premium-Segment des Weinmarktes positioniert. Ihre Herstellung konzentriert sich auf Weine aus der Toskana sowie aus Apulien und Sizilien. 

Sie erzielten im Jahr 2021 gemeinsam einen konsolidierten Umsatz von 38,7 Mill. Euro (26,6 Mio. Euro im Jahr 2019) mit einem bereinigten Ebitda von 5,4 Mill. Euro und einem Nettogewinn von 3,8 Mio. Euro. 90 Prozent des Umsatzes wird auf Exportmärkten generiert. Um die Kontinuität zu gewährleisten, führt die Familie Barbanera weiter die Geschäfte, unterstützt vom Knowhow des IWB-Managements.

Der Deal sieht vor, dass die Holdinggesellschaft der Familie Barbanera durch die Zeichnung von  657.906 neuen Stammaktien 26,31 Mill. Euro in IWB reinvestiert, womit sie sich 6,95 Prozent Anteile an IWB sichert. Sofia Barbanera, Verkaufsleiterin für Europa und die USA, soll nach dem Anschluss der Transaktion in den Verwaltungsrat von IWB eintreten. Das Closing ist bis zum 31. Dezember 2022 vorgesehen und könnte sich maximal bis zum 31. März 2023 hinziehen.

»Nach den Kellereien im Piemont, in Apulien und im Veneto sowie den Vertriebsgesellschaften in der Schweiz und in den USA fügen wir nun einen Betrieb in der Toskana hinzu. Somit deckt IWB alle Regionen ab, die auf den internationalen Märkten relevant sind. Sieben Jahre sind seit der Gründung von Italian Wine Brands vergangen und das ist der siebte Neuzugang in der Gruppe«, kommentiert der Geschäftsführer und Präsident Alessandro Mutinelli. VC 

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Ausgabe 23/2022

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