Interview mit Hein Koegelenberg von Leopard's Leap

Ausgabe: 
04
2019
Donnerstag, 9. Mai 2019 - 8:00

Interview: Christine Neubecker 

Foto: Leopard's Leap

Moment mal, ist da etwa ein Leopard? Zumindest kein echter. Die Skulptur auf dem südafrikanischen Weingut Leopard's Leap lässt Besucher aber oftmals genauer hinsehen. Die Aufmerksamkeit ist so gesichert. Doch CEO Hein Koegelenberg will für mehr als nur staunende Blicke sorgen und verrät in unserem Interview, weshalb „Leoparden“ auf dem Weingut allgegenwärtig sind.

Auf dem Weingut Leopard's Leap trifft man auf diese große Statue mit einem Leoparden. Was hat es damit auf sich?

Die Skulptur trägt den Titel „Domain of the Mountain Leopard“. Sie zeigt einen Leoparden, etwas kleiner als in Lebensgröße, auf einem Berggipfel. Die drei Stahlprofile, die den Kopf des Leoparden bilden, repräsentieren das Logo von Leopard's Leap. Die Skulptur wurde vom international bekannten Künstler Marco Cianfanelli, der in Johannesburg lebt, errichtet und besteht aus Cortenstahl, ist 9,2 Meter hoch und wiegt 1,8 Tonnen.

Ein deutliches Zeichen, schließlich ist Leopard's Leap ein Sponsor des Cape Leopard Trust. Wie kam es dazu?

Im Laufe der Jahrzehnte engagierte sich die Weinunternehmerfamilie Rupert für Umweltschutz. Ich war inspiriert von den beispielhaften Aktionen von Dr. Anton Rupert und freute mich, als Leopard's Leap ein stolzer Sponsor des Cape Leopard Trust wurde. Die beiden Organisationen arbeiteten bereits von Beginn an zusammen, als Cape Leopard Trust noch eine Start-up NGO war. Das gemeinsame Ziel war und ist es, die Raubtiere der Kapregion, insbesondere den vom Aussterben bedrohten Cape Mountain Leopard, optimal zu schützen.

Hein Koegelenberg, CEO Leopard's Leap Was kann der Cape Leopard Trust mit Ihrer Unterstützung bewirken?

Die Finanzierung, die der Cape Leopard Trust von Leopard's Leap erhält, unterstützt folgende Schwerpunkte: Die Beschaffung von Werkzeugen und Geräten zur Datenerfassung und die Finanzierung von Fahrzeugen für Exkursionen in die Berggebiete. Außerdem können Bildungsmaßnahmen getroffen werden, sowohl in ländlichen Gemeinden und für Landwirte als auch in Form von urbanen Projekten. Hierbei geht es um die Aufklärung über die Interaktion zwischen Menschen und ihrer Umgebung mit Fokus auf gefährdete Raubtiere wie dem Karakal, der in städtischen Gebieten zu finden ist.

Sie haben das Konzept von Leopard's Leap mitentwickelt – haben Sie auch eine persönliche Verbindung zum Cape Mountain Leopard und dessen Erhaltung?

Bei der ersten Fundraising-Auktion des Cape Leopard Trust war ich sehr aktiv und übernahm im Auftrag von Leopard's Leap die Patenschaft für drei Leoparden. Das Geld dafür wurde für Tracking- und Kameraausrüstung verwendet – ein dringender Bedarf zu diesem Zeitpunkt. Diese Leoparden im Cederberg-Gebirge heißen Johan, Ouma Maatjie und Lisa. Es fühlte sich an, als hätte ich eine persönliche Beziehung zu ihnen. Im Jahr 2011 haben wir für drei weitere Leoparden im Rahmen derselben Naturschutzinitiative eine Patenschaft übernommen, jedoch mit den Gebirgsgruppen Franschhoek / Wemmershoek als Lebensraum. Sie wurden Nala, Enzo und Sheeva genannt.

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