Neues Messekonzept verabschiedet

Dienstag, 22. Oktober 2019 - 11:30
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Messeleitung, DWV und Ausstellerbeirat verabschieden neues Messekonzept

Auf Einladung der Messeleitung und des Deutschen Weinbauverbands e.V. (DWV) hat der erweiterte Ausstellerbeirat im Rahmen einer Beiratssitzung am 17. Oktober 2019 an der Hochschule Geisenheim das neue Konzept verabschiedet. 
Vom 6. bis 8. Februar 2022 treffen sich alle Beteiligten der deutschen Weinbaubranche in Stuttgart. Neben einer optimierten Geländeplanung dürfen Aussteller und Besucher ein spannendes Rahmenprogramm bestehend aus Technikvorführungen, Verkostungen, Seminaren und Vorträgen erwarten. Die Verzahnung von Messe und Kongress war von Anfang an eine zentrale Anforderung an das neue Konzept. Messe Stuttgart und DWV entwickeln dafür gemeinsam mit den zahlreichen Partnern und Unterstützern das neue Format. 
Dieses sieht u.a. vor, dass im Jahr der Intervitis keine Ausstellung auf den Agrartagen Rheinhessen stattfindet. Es wird von allen regionalen Weinbauverbänden sowie von den Veranstaltern der regionalen Weinbautage unterstützt. Die Intervitis wird somit im Frühjahr 2022 die einzige Weinbautechnikausstellung in Deutschland sein. Ein großer Schritt, der den deutschen Weinbau stärkt und im dreijährlichen Turnus den Wechsel zwischen regionalen Ansprüchen sowie internationaler Leistungsschau gewährleistet.
»Die Intervitis soll sich 2022 zu einem der wichtigsten Branchentreffpunkte in Europa etablieren. »Wir freuen uns, dass nach intensiven Beratungen und zahlreichen Gesprächen dazu ein Konsens besteht und es insbesondere gelungen ist, wichtige Aussteller wieder für die Veranstaltung zu gewinnen«, resümiert Ulrich Kromer von Baerle, Sprecher der Geschäftsführung Messe Stuttgart. 
Die Messe bildet zusammen mit dem Internationalen DWV-Kongress den größten und wichtigsten Treffpunkt der Weinbaubranche in Deutschland, der künftig wieder alle drei Jahre in Stuttgart stattfindet. 
Möglich wurde das neu entwickelte Konzept durch intensive Gespräche mit den Veranstaltern der Agrartage Rheinhessen in Nieder-Olm, den regionalen Weinbauverbänden  und weiteren Veranstaltern der regionalen Weinbautage – insbesondere den Dienstleistungszentren Ländlicher Raum des Landes Rheinland-Pfalz (DLR RLP) –sowie durch den Austausch mit Ausstellern und Partnern. Erklärtes Ziel aller ist es, dem Markt ein gemeinsames und zukunftsorientiertes Konzept präsentieren zu können.
Klaus Schneider, Präsident des Deutschen Weinbauverband e.V. (DWV) freut sich: »Mit dem heutigen Bekenntnis des Ausstellerbeirats zur Intervitis schließen wir eine lange und intensive Planungs- und Beratungsphase ab. Es ist uns nicht nur gelungen, einen breiten Schulterschluss hinter der Kombination aus internationaler Fachausstellung und wissenschaftlich geprägter Konferenz zu erreichen. Darüber hinaus haben wir mit den Veranstaltern der regionalen Weinbautage eine Einigung dahingehend erzielt, dass im Messejahr ihr Engagement gebündelt als Weinbautag der Regionen in Stuttgart abgebildet wird.« 
»Die deutsche Weinwirtschaft wird auch in Zukunft eine wichtige Stellung innerhalb der europäischen Weinbauländer einnehmen können. Mit der Intervitis und dem Internationalen DWV-Kongress verfügen wir über die richtigen Instrumente, um auf europäischer und internationaler Bühne Stärke zu zeigen«, fügt Christian Schwörer, Generalsekretär des DWV, hinzu.
Auch die Veranstalter der Agrartage Rheinhessen stimmten dem Kompromiss zu. »Das erarbeitete Konzept, dass alle drei Jahre eine Konzentration bzw. eine Verlagerung des Schwerpunkts der Aktivitäten nach Stuttgart vorsieht, ist Konsens aller Beteiligter. Wir erwarten hiervon eine Stärkung der intensiven partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit den Veranstaltern der Intervitis.«, so Dirk Hagmaier, 1. Vorsitzender des Vereins Ehemaliger Rheinhessischer Fachschüler Oppenheim e.V. (VEO).
Die Dienstleistungszentren Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück, Rheinpfalz und Mosel unterstützen das Konzept eines »Weinbautags der Regionen« in Stuttgart ebenfalls. Der praxisorientierte Weinbautag ergänzt damit den wissenschaftlich ausgerichteten DWV-Kongress. 
Auch der bei der Sitzung vertretene Ausstellerbeirat steht geschlossen hinter dem neuen Messekonzept. Neu gewählter und damit im Amt bestätigter Vorsitzender des Beirats ist Rudolf Fischer, Geschäftsführer von Scharfenberger. »Es ist uns als Beiratsmitglied wichtig, hier ein deutliches Zeichen pro Intervitis zu setzen. Besonders erfreulich dabei ist, dass wir in unserem Kreis auch den einen oder anderen Kollegen wieder begrüßen konnten, der zuletzt nicht mehr mit an Bord war. Das neue Messekonzept mit der Rückkehr ins Frühjahr und einem dreijährigen Turnus war dafür die wichtigste Grundlage. Durch die übergreifende Einigung der regionalen Veranstalter war dann auch die letzte Hürde genommen«, erklärt Fischer. Der Ausstellerbeirat besteht aus Vertretern von Unternehmen aus den vier Ausstellungsbereichen Anbau- und Erntetechnologie, Verarbeitung und Prozesssteuerung, Abfüll- und Verpackungstechnologie sowie Organisation und Vermarktung.
Sebastian Schmid, Abteilungsleiter Technologie Messe Stuttgart, ergänzt: »Wir sind stolz, die Intervitis weiterhin am Standort Stuttgart durchführen zu können. Die Messe wird alle drei Jahre wieder ein Highlight für die gesamte Winzerschaft werden. Uns ist wichtig, den Markt in seiner Gesamtheit abzubilden. Nicht zuletzt deshalb stehen wir in engem Austausch mit vielen Herstellern und setzen auf den Dialog. Die Säulen der Intervitis sind der neue Termin, ein transparentes Preismodell und neben dem nationalen auch der Fokus auf die relevanten internationalen Märkte. Alle weiteren Themen wie die Maschinenvorführung und Rahmenprogrammpunkte wurden und werden mit den Ausstellern gemeinsam weiterentwickelt. Auch der Innovationspreis und das Engagement für den Nachwuchs wird im neuen Drei-Jahres-Turnus ausgebaut und einen noch höheren Stellenwert einnehmen. (ddw)

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