Christine Schneider
Christine Schneider

»Generalangriff auf unsere Landwirtschaft und den Weinbau«

Wir befragten Christine Schneider, Mitglied des Europäischen Parlaments, zu ihrer Arbeit im Parlament und zu den Plänen der EU-Kommission.

Mit welchen Themen beschäftigen Sie sich als Europaabgeordnete?

Im Europäischen Parlament bin ich Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) sowie im Ausschuss für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (AGRI). Diese Themenfelder, die den Schwerpunkt meiner politischen Arbeit ausmachen, habe ich zuvor auch als Mitglied im Landtag von Rheinland-Pfalz betreut. Außerdem gehöre ich dem Ausschuss für die Rechte der Frau und Gleichstellung der Geschlechter (FEMM) an.

Was sagen Sie zum Verordnungsentwurf der EU-Kommission, der das Verbot von Pflanzenschutz in »empfindlichen Gebieten« vorsieht?

Ein Verbot von Pflanzenschutzmitteln in Schutzgebieten, die landwirtschaftlich genutzt werden, wäre ein Generalangriff auf unsere Landwirtschaft und den Weinbau. Wir müssen selbstverständlich alles daran setzen, um Pflanzenschutzmittel zu reduzieren und die Landwirtschaft befindet sich hier bereits auf einem guten Weg. Allerdings benötigen sowohl der ökologische als auch der traditionelle Weinbau auch in Zukunft einen entsprechenden Werkzeugkasten, um Krankheiten und Schädlinge zu bekämpfen.

Welche persönliche Beziehung haben Sie zum Wein?

Mein Großvater war Winzer und ich bin als Kind mit ihm oft im Weinberg gewesen. Seine Weinberge sind heute noch in meinem Besitz, ich habe sie jedoch aufgrund meiner Abgeordnetentätigkeit inzwischen verpachtet. Ich kann mich aber auch noch sehr gut an seine Anspannung erinnern, wenn ein Unwetter aufzog oder es Jahre mit hohem Krankheits- und Schädlingsbefall gab. Außerdem war ich im Jahr 1992/1993 Pfälzische Weinkönigin.

ddw 19/22 vom 16. September 2022

Themen der Ausgabe

Unternehmensführung

Mit Nachhaltigkeit zum Erfolg

Weinbau

Wie man das Bodenwasser messen kann

Weinbau

Wie PIWIs auf die Hitze reagierten