Weinberge Südafrika (Foto: gustavofrazao, stock.adobe.com)
Weinberge Südafrika (Foto: gustavofrazao, stock.adobe.com)

Südafrika erntet weniger und mehr

Die 2022er Ernte in Südafrika erbrachte eine Gesamtmenge von 1,38 Mill. Tonnen Traubenmaterial. Es wird mit einer Weinproduktion von 10,7 Mill. Hektoliter gerechnet. Dies geht aus der jüngst veröffentlichten Erntemeldung des Landes hervor.

Die diesjährige Gesamterntemenge war etwa 5,5 Prozent geringer war als im Rekordjahr 2021, liegt aber dennoch über dem Fünfjahreschnitt von 1,35 Mill. Tonnen. Eigentlich war ein noch niedrigerer Ertrag erwartet worden, da einige Rebflächen zugunsten anderer landwirtschaftlicher Produkte gerodet wurden und die Wetterkapriolen einen schwierigen Herbst bedingten.

Die Lese fand im Schnitt 10 bis 14 Tage später statt als gewöhnlich. Ein kühler, nasser Frühling hatte den Austrieb verzögert und die Vegetationsperiode verlängert, während es im Dezember und Januar zu lokalen Hitzewellen kam – zeitgleich zu überraschenden Niederschlägen in anderen Regionen. Die Erntemengen bei früh- und spätreifen Sorten waren dennoch meist zufriedenstellend, bei mittelspäten Sorten wie Sauvignon Blanc und Shiraz lagen lokale Ernten unter dem Durchschnitt.

Wie es seitens Wines of South Africa heißt, seien außergewöhnlich gute Qualitäten gelesen worden. Vor allem die Weißweinproben hätten überzeugt. Die Zufriedenheit mit dem Herbst war von Region zu Region unterschiedlich – während aus Cape South Coast, Klein Karoo und Worcester optimistische Meldungen kamen, klang bei den Meldungen aus Northern Cape und Swartland eher Skepsis durch. Stellenbosch vermeldet eine leicht größere Ernte als im Vorjahr. In den übrigen Regionen schienen sich Vor- und Nachteile die Waage zu halten. VM
 

Ausgabe 13/2022

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