Christian Marchesini, der Präsident des Valpolicella-Konsortiums
Christian Marchesini, der Präsident des Valpolicella-Konsortiums

Valpolicella startet durch

Das Konsortium der Valpolicella-Weine hat die Zahlen der ersten fünf Monate von 2021 bekannt gegeben. Demnach wurden für die Herkünfte Valpolicella, Ripasso, Amarone und Recioto rund 30 Mill. Staatssiegel ausgegeben, das sind 18 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. 

Verglichen mit 2019 liegt der Zuwachs immer hin noch bei 14 Prozent. Zugpferd ist der Amarone, der nach einem desaströsen Januar 2021 (-24,5%) bis zum 31. Mai auf ein Plus von sensationellen 38 Prozent beschleunigt hat. Gemäß der Analysen des Konsortiums sind das die besten Werte des letzten Jahrzehnts. »Insgesamt wurden in dieser Periode 7,4 Millionen Flaschen auf den Markt gebracht, zwei Millionen mehr als im vergangenen Jahr. Nicht nur die Menge ist ausgezeichnet, sondern auch die Wertentwicklung läßt uns hoffen. Nach der jüngsten Preisliste der Handelskammer von Verona ist die Offenware um 4,5 Prozent gestiegen«, informiert Christian Marchesini, der Präsident des Konsortiums. Die Zahlen seien einer Kombination der restriktiven Maßnahmen des Konsortiums sowie der hohen Flexibilität vieler kleiner Betriebe zu verdanken, die sich sofort auf ungewohntem Terrain wie dem E-commerce und dem LEH zu bewegen gewußt haben.

Der Valpolicella erreichte nach einem starken Anzug im Monat Mai (+48%) ein Gesamtwachstum von 14 Prozent, Ripasso schließt mit plus 12 Prozent ab. Die Lagerbestände gehen bei allen Typologien des Valpolicella zurück, vor allem bei Amarone und Recioto. Im Mai 2021 wurden 5 Mill. Flaschen weniger als im Mai 2020 registriert (-8%). vc
 

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Ausgabe 18/2021

WEINWIRTSCHAFT Ausgabe 18/2021

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