Verona freut sich auf die 54. Ausgabe der Vinitaly (Foto: Veronafiere_Ennevi)
Verona freut sich auf die 54. Ausgabe der Vinitaly (Foto: Veronafiere_Ennevi)

Bentornato Vinitaly!

Die Planung der 54. Vinitaly hat die Messeleitung an den Rand ihrer Nervenkraft gebracht. Die Achterbahnfahrt der Covid-Wellen geht wieder stramm nach oben, weshalb wohl doch keine Einkäufer aus China kommen. Putins Krieg löschte von heute auf morgen alle Anmeldungen aus dem eurasischen Raum, auch die für den 3. März 2022 geplante Vinitaly Roadshow in Moskau. 

Über 4 Mill. Euro haben die Messegesellschaft Veronafiere und die Italian Trade Agency ICE (Ex-Außenhandelsinstitut ICE) investiert, um die Aussteller nach zweijährigem Darben mit Einkäufern aus 60 Ländern zu versorgen. Es hat sich gelohnt. Die Länderanzahl hat sich gezwungenermaßen auf 50 reduziert, aber gleichzeitig erhöhten sich die Zusagen der »Top Buyers« von 500 auf 680, davon stammen allein 130 aus den USA.

Große Internationalität. Laut Vinitaly sind die Vertreter der kanadischen Monopole in Ontario und Québec im Anmarsch, selbst Weinprofis aus dem asiatischen Raum scheuen die durch Covid hochkomplizierte Anreise nicht. Unter den eingeladenen Spitzenverkäufern Europas ist die Gruppe der Deutschen am stärksten, auch Nordeuropa wird vor allem dank Dänemark und Schweden gut präsentiert. 

Aus Osteuropa bestätigten Polen, Rumänien, Tschechien und Slowenien ihre Teilnahme. Südamerika schickt Agenten aus Ecuador, Kolumbien, Brasilien, Argentinien, Costa Rica, Peru, Guatemala, Mexiko, Panama und Chile. 

Erstmals organisierte Veronafiere ein Incoming aus den afrikanischen Ländern Mosambik, Kenia, Kamerun, Äthiopien und Angola. Es wird schön international, auch wenn einige Produzenten glauben, dass sich aufgrund von Inflation, politischer Unsicherheit und Omikron BA.2 hauptsächlich europäische und italienische Fachleute auf dem Messeterrain tummeln werden.

Dass die Stände offiziell ausgebucht sind, ist logisch. Schließlich hatten über 4.000 Aussteller bereits Abschlagszahlungen für die 2020 geplante 54. Vinitaly geleistet. Weil die Messe nie abgesagt, sondern verschoben wurde, musste das Geld nicht zurückbezahlt werden. 
Im Branchentratsch ist dennoch zu hören, dass einige Kellereien trotz Anzahlung fernbleiben, um die hohen Zusatzkosten

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Lesen Sie das gesamte 14-seitige WeinExtra zu Vinitaly in WEINWIRTSCHAFT 6/2022.

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Ausgabe 9/2022

WEINWIRTSCHAFT 09/2022

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