Generaldirektor Wolfgang Raifer ist zufrieden mit dem Ergebnis der Cantina di Soave (Foto: Andrea Graziani)
Generaldirektor Wolfgang Raifer ist zufrieden mit dem Ergebnis der Cantina di Soave (Foto: Andrea Graziani)

Cantina di Soave beschleunigt

Die Gruppe Cantina di Soave hat das Geschäftsjahr 2020/2021 positiv abgeschlossen. Nach den Umsatzverlusten der letzten beiden Bilanzen, zogen die Verkäufe wieder deutlich an. Der konsolidierte Umsatz stieg um 10 Prozent auf 133 Mill. Euro, die Produktion erhöhte sich um 19 Prozent. Für die Vergütung der Trauben zahlte die Winzergenossenschaft insgesamt 53,2 Mill. Euro aus, womit die über 2.000 Mitglieder einen Durchschnittserlös von 8.500 Euro pro Hektar erzielten.

Der Umsatz setzte sich zu 57 Prozent aus Verkäufen in Italien zusammen, 43 Prozent wurden im Ausland generiert, womit der Export gegenüber 2019/2020 ein Prozentpunkt zugewann. Die Verkäufe der abgefüllten Ware stiegen um 5 Prozent im Wert gegenüber einem Mengenplus von 3 Prozent. 
Dennoch hat sich die Gewichtung der Umsätze im Vergleich zum Vorjahr leicht zugunsten der Fassweine verschoben, die diesmal 49 Prozent der Erlöse ausmachten (46% in 2019/2020) während die konfektionierten Weine 51 statt 54 Prozent einbrachten.

Starke Marken-Performance

Die Cantina di Soave hebt die gute Performance ihrer Marken »Cadis« und »Maximilian I« (Sekt) im LEH hervor. Letzterer bleibt in der Typologie Müller Thurgau mit 17 Prozent Wertzuwachs und einem Mengenplus von 7 Prozent Marktführer in Italiens LEH (IRI zum 30.4.2021). Trotz der Einschränkungen in der Gastronomie ist es den Horeca-Marken »Rocca Sveva«, »Poesie« und »Settecento33« gelungen ihre Marktpositionen halten.

Das Nettovermögen der Kellerei konnte erneut erhöht werden. Im vergangenen Geschäftsjahr war bereits eine Steigerung von knapp einer Million Euro auf 65,8 Mill. Euro erreicht worden, die diesjährige Bilanz weist 72 Mill. Euro aus bei einem operativen Cashflow von 8,2 Mill. Euro. Der Gewinn war 2019/2020 von 1,9 Mill. auf gut 500.000 Euro geschrumpft, in diesem Jahr kamen 530.000 Euro zusammen.

Hoffnung für die Zukunft

»Der Konsum und die Exporte im Zeitraum Juli 2020 bis Juni 2021 wurden zwangsläufig durch die Covid-19-Pandemie beeinträchtigt. Seit März 2021 sehen wir jedoch positive Entwicklungen, sowohl wert- als auch mengenmäßig. Nach einem heftigen Rückgang der Preise für Herkunftsweine im Jahr 2020 ist nun ein Trend zu beobachten, der für die Zukunft hoffen lässt. Im Handel und bei den Entscheidungen der Endverbraucher zeigen sich Veränderungen, das sind eine Zunahme der Verkäufe in kleinen Geschäften und auf Online-Kanälen, die Präsenz wichtiger Marken auch im LEH, ein wachsendes Interesse an Nachhaltigkeit und auch eine Nachfrage nach neuen Formaten. Was die Produkttypologien betrifft, sind Schaumweine, DOC- und DOCG-Weine sowie Roséweine weiterhin besonders erfolgreich«, erklärt Generaldirektor Wolfgang Raifer. 

Das Unternehmen habe sich dank seiner Politik der Markendifferenzierung schnell auf die neuen Marktanforderungen eingestellt und sich auf die Vertriebskanäle konzentriert, die trotz der Pandemie weiter funktionierten, den LEH und das Online-Geschäft. Derzeit arbeite die Cantina di Soave an der Positionierung ihrer Weine auf allen Kanälen. Sie will ihre bedeutendsten Marken überarbeiten, um die Herkünfte und damit die betreffenden einzelnen Kellereien der Gruppe stärker hervorzuheben. vc

Ausgabe 24/2021

WEINWIRTSCHAFT Ausgabe 24/2021

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