Das Gros der Befragten der GfK-Umfrage zum erweiterten Pfand für Einweggebinde von Fruchtsäften steht dem ein Jahr nach dessen Einführung positiv gegenüber. (Foto: peter/stock.adobe.com)
Das Gros der Befragten der GfK-Umfrage zum erweiterten Pfand für Einweggebinde von Fruchtsäften steht dem ein Jahr nach dessen Einführung positiv gegenüber. (Foto: peter/stock.adobe.com)

Fruchtsaft-Einwegpfand gut angenommen

Ein Jahr nach Einführung der erweiterten Pfandpflicht für Einwegverpackungen im Fruchtsaftbereich hat der Konsumforscher GfK auf Valensinas Wunsch Verbrauchende zu ihrer Meinung befragt. 90 Prozent der Befragten hielten demnach die Einführung aus Nachhaltigkeitsgründen für richtig.

Laut entsprechender Pressemeldung der Valensina-Gruppe, die die Verbraucherumfrage beim Konsumforscher GfK in Auftrag gegeben hat, wurden Personen zwischen 18 und 74 Jahren nach deren Wissensstand und Meinung zu der im Januar 2022 auch für Fruchtsäfte in PET-Flaschen eingeführten Pfandpflicht (Einwegpfand) befragt. Diese war demnach 74 Prozent aller Befragten bekannt. Am besten informiert fühlten sich laut Umfrage größere Haushalte mit mehr als vier Personen. Der Informationsgrad habe sich in allen Bundesländern auf einem fast gleichen Stand befunden. 90 Prozent der Befragten bejahten überdies die Frage, ob sie unter Nachhaltigkeitsgründen die Einführung der Pfandpflicht für gut und richtig erachten. Unter den Ablehnenden der erweiterten Pfandpflicht habe der Anteil in Berlin höher als in den restlichen Bundesländern gelegen.

Wunsch nach weiterer Aufklärung vorhanden

53 Prozent der Befragten wünschen sich jedoch vermehrte Aufklärung rund um das Thema. Diese sei nur zu einem geringen Anteil über die Social-Media-Kanäle der Hersteller (5 %), sondern vielmehr durch eine intensivere und direkte Kommunikation der Hersteller, wie beispielsweise auf den Etiketten (30 %), erfolgt. Vom Handel wünschten sich die Interviewten eine gezielte Kommunikation durch Hinweise am Regal (22 %), Information über sogenannte Handzettel (8 %) und Aufklärung durch das Personal im Supermarkt (9 %). 

Die Valensina-Gruppe, die sich bereits vor Inkrafttreten der erweiterten Pfandpflicht als Befürworterin positionierte, möchte die ermittelten Ergebnisse laut Marketingleiter Olaf Jahr "in den kommenden Monaten dort in die Marketingstrategie einfließen lassen, wo noch Verbesserungspotenzial bei der Aufklärung über Pfandpflicht bestehe.  //cc

GZ 01-02/23

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