Nach nur knapp 2 Wochen nach Bekanntgabe des Todes von Red-Bull-Gründer und Inhaber Dietrich Mateschitz hat der Energydrinkhersteller dessen Nachfolge geregelt. (Foto: Monticellllo - stock.adobe.com)
Nach nur knapp 2 Wochen nach Bekanntgabe des Todes von Red-Bull-Gründer und Inhaber Dietrich Mateschitz hat der Energydrinkhersteller dessen Nachfolge geregelt. (Foto: Monticellllo - stock.adobe.com)

3 Bullen als Mateschitz-Nachfolger

Ein Board of Directors soll nun die Geschäfte von Red Bull führen. Es besteht aus Franz Watzlawick (CEO Beverage Business), Alexander Kirchmayr (CFO) und Oliver Mintzlaff (CEO Corporate Projects und Investments). Mark Mateschitz wird Gesellschafter von Red Bull.

Lange wurde spekuliert, wer nach dem Ableben von Red-Bull-Magnat Dietrich Mateschitz die Geschäfte übernehmen wird. Sohn Mark wird es nach Angaben der österreichischen Tageszeitung Standard definitiv nicht. Aber auch die thailändische Industriellenfamilie Yoovidhya, die 51 Prozent der Anteile am Milliardenkonzern hält, soll schon abgedankt haben. 

Am heutigen Freitag gab Mateschitz' Sohn Mark laut Standard mit einem Schreiben an die Mitarbeiter des Konzerns die Nachfolgeregelung bekannt. Original-Zitat: "Wie von meinem Vater und mir vorgeschlagen und gewünscht und von unseren thailändischen Partnern unterstützt, wird ein Board of Directors die Geschäfte von Red Bull führen. Es besteht aus Franz Watzlawick (CEO Beverage Business), Alexander Kirchmayr (CFO) und Oliver Mintzlaff (CEO Corporate Projects und Investments)."

Mark Mateschitz lege nach Angaben des Standards seinen Job als Head of Organics, dahinter verbirgt sich die Bio-Erfrischungsgetränke-Sparte, nieder. Er wolle nicht Angestellter und Gesellschafter zugleich sein, soll der 30-Jährige bekanntgegeben haben. Er konzentriere sich daher auf die Rolle des Gesellschafters. Darüber hinausgehende Fragen will er nicht beantworten.

Von Leipzig nach Fuschl geht wiederum der überraschende Weg von Oliver Mintzlaff, der seit 2014 Geschäftsführer beim deutschen Fußball-Bundesligisten RB Leipzig gewesen ist. Er soll laut Sportkanal Sky die Sportaktivitäten des Unternehmens mit Investments unter anderem im Fußball, im Eishockey, in der Formel 1 und beim Segeln ebenso wie den TV-Sender Servus-TV verantworten. Darüber hinaus soll der 47-Jährige neuer Aufsichtsratsvorsitzender von RB Leipzig werden. Damit stärkt Mintzlaff zum einen die Leipziger Position innerhalb des Konzerns. Zum anderen bleibt der gebürtige Bonner innerhalb des Vereins in einer mächtigen Position, wie es heißt.

Last but not least wird Franz Watzlawick nun zum CEO Beverage Business und somit entscheidend für den Erfolg der Getränkesparte des Konzerns verantwortlich sein. Watzlawick ist seit 2018 globaler Vertriebsleiter und ist ehemaliger Red-Bull-Deutschland-Chef. Alexander Kirchmayr, der nun der oberste Finanzhüter von Red Bull ist,  kam mit Jahresbeginn als Prokurist ins Dosen-Universum.

Roland Concin, Walter Bachinger und Volker Viechtbauer sollen laut Standard ihre bisherigen Positionen verlassen. Sie sollen aber als Berater für Red Bull im Unternehmen bleiben, um das Board of Directors zu unterstützen, schreibt Mark Mateschitz in seiner Erklärung. Concin ist im Übrigen ein ehemaliger Manager des österreichischen Saftspezialisten Rauch, von dem Red Bull seine Dosen befüllen lässt. Bachinger und Viechtbauer, sollen als langjährige Weggefährten von Dietrich Mateschitz, zudem die Geschäftsführung der Distribution & Marketing GmbH übernehmen, heißt es. Diese hält 49 Prozent der Anteile an Red Bull und ging mit dem Tod von Dietrich Mateschitz ins Eigentum seines Sohnes über. //pip

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GZ 25/22

Themen der Ausgabe

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Wie Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch, Gründer der Unternehmensberatung Esch. The Brand Consultants und ehemaliger Universitätsprofessor sagt, zeigen die diesjährigen Ergebnisse im Getränkebereich ein erwartetes Muster: Handelsmarken gewinnen immer dann, wenn es den Menschen schlecht geht. Gegen eine Verdrängung durch Handelsmarken helfe nur die eigene Markenstärke. Der Anteil an Handelsmarken bei Getränken ist noch gering. Die Gründe dafür nennt Prof. Esch in seinem Gastkommentar.

Titelthema: Starke Marken

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Rückblicke: AfG, Bier & Wein/Schaumwein/Spirituosen

2022 bedeutete einen nahtlosen Übergang von Krise zu Krise. Für die Brauwirtschaft war das Jahr geprägt von Absatzverlusten und schlechten Nachrichten, hielt aber auch die ein oder andere Überraschung parat. Die AfG-Branche blickt auch jenseits der Krisen ebenfalls auf ein bewegtes Jahr zurück. Trotz starker Umsätze litten die Sekt-, Wein und Spirituosenindustrie besonders unter dem Angriffskrieg auf die Ukraine.