Typisches Schadbild des Japankäfers: Skelettierfraß
Typisches Schadbild des Japankäfers: Skelettierfraß

JKI warnt vor Japankäfer

Er schädigt über 300 Pflanzenarten durch Blattfraß, seine Larven durch Wurzelfraß, auch Weinreben gehören dazu: Der »Japankäfer« oder Popillia japonica hat sich in den letzten 100 Jahren weltweit verbreitet und für hohe Verluste in der Landwirtschaft gesorgt.

Nun sei er vom Schweizer Eidgenössische Pflanzenschutzdienst (EPSD) im Raum Basel entdeckt worden, meldet das Julius Kühn-Institut (JKI): »Dass der Japankäfer nun im deutsch-schweizerischen Grenzgebiet auf der Alpennordseite gesichtet wurde, versetzt die deutschen Pflanzengesundheits- Behörden in Alarmbereitschaft«, es müsse unbedingt verhindert werden, dass sich der Käfer in Deutschland etabliere, heißt es dazu vom JKI, das dazu aufruft, verdächtige Funde den Behörden zu melden, da der Käfer in der EU den Status eines meldepflichtigen prioritären Quarantäneschadorganismus hat.

Erwachsene Popillia japonica sind 8 bis 11 mm lang. Sie ähneln dem heimischen Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola). Der Halsschild des Japankäfers schimmert auffällig goldgrün. An jeder Körperseite befinden sich unterhalb der Flügeldecken, jedoch gut sichtbar, fünf weiße Haarbüschel sowie zusätzlich zwei Büschel am letzten Körpersegment. Der Käfer zeigt ein spezielles Alarmverhalten, er spreizt bei Gefahr ein Beinpaar seitlich ab, auch dadurch ist er gut von anderen Käfern zu unterscheiden. Markantes Schadbild des Käfers ist der Skelettierfraß, bei dem der Käfer nur das Blattgewebe zwischen den Blattadern frisst. (ha)

Kahl gefressener Weinberg im Tessin
Kahl gefressener Weinberg im Tessin
Charakteristisch für den Japankäfer: Goldgrüner Halsschild und 12 weiße Haarbüschel am Körper
Charakteristisch für den Japankäfer: Goldgrüner Halsschild und 12 weiße Haarbüschel am Körper

ddw 21/2021

Titel DDW 21/2021

Themen der Ausgabe

Marketing

Potenziale und Grenzen eines Weinausschanks als weintouristisches Angebot

Betriebswirtschaft

Die Neuregelungen bei der Umsatzsteuerpauschalierung ab 2022 – Auswirkungen im Weinbau und Gestaltungsmöglichkeiten

Weinbau

Was bei der Tresterausbringung in den Weinberg zu beachten ist