Trotz Corona-Krise wurden 2020 ähnlich viele Flaschen abgesetzt wie 2019 (Grafik: C.I.R.V.E./Valoritalia)
Trotz Corona-Krise wurden 2020 ähnlich viele Flaschen abgesetzt wie 2019 (Grafik: C.I.R.V.E./Valoritalia)

Conegliano Valdobbiadene hält den Rekord

Das Konsortium des Conegliano Valdobbiadene Prosecco DOCG hat gemeinsam mit dem Forschungsinstitut C.I.R.V.E. der Universität Padua die vorläufige Jahresbilanz 2020 vorgestellt. Dank einer starken Diversifizierung der Absatzkanäle, Wachstum im italienischen LEH und auf neuen Märkten sowie der guten Performance klassischer Märkte wie Deutschland und der Schweiz konnten die 2019er Rekordzahlen sowohl im Wert (+0,4%) als auch in der Menge (+0,02%) gehalten werden.

Insgesamt wurden wieder 92,1 Mill. Flaschen verkauft und der Umsatz summierte sich dank des um 0,4 Prozent auf 5,72 Euro gestiegenen Durchschnittspreises auf 526,6 Mill. Euro. Auf dem heimischen Markt steht dem Mengenplus von 2,5 Prozent ein Preisminus von 3,8 Prozent entgegen (auf 5,72 Euro), was vor allem an der Verschiebung der Absatzkanäle liegt. Der LEH gewann in Italien 16,8 Prozent. Der Export verlor zwar an Absatz (–4%), aber der Durchschnittspreis stieg auf 5,57 Euro (+2,2%). Erwartungsgemäß ist der Online-Verkauf am stärksten angeschwollen, der Wirtschaftsreport gibt ein Wachstum von 326 Prozent an.

Großbritannien hielt dank seiner kolossalen Zuwachsraten in 2019 noch seine Position als Hauptexportmarkt, aber der Absatz stürzte 2020 um 36 Prozent ein während der Umsatz um 25,7 Prozent fiel. Das Königreich kaufte insgesamt rund 8,1 Mill. Flaschen und zahlte ca. 46,7 Mill. Euro dafür. 

Deutschland, auf Platz 2, machte dank einer Wertsteigerung von 8,5 Prozent auf 42,8 Mill. Euro gegenüber einem Mengenplus von 2,3 Prozent (6,9 Mill. Flaschen) Bella Figura. Die Schweiz verteidigte ihren dritten Platz mit einem 8,6-prozentigen Verkaufsaufschwung (5,64 Mill. Flaschen) und einem Preisanstieg von 14,3 Prozent (28,4 Mill. Euro). Die USA sind von der vierten Position auf die sechste abgerutscht: Die Preise sackten dort noch stärker (–41,2% auf 6,6 Mill. Euro) ab als der Verkauf (–39,1% auf 1,7 Mill. Flaschen). Dafür übernimmt Benelux mit Plus 25,9 Prozent in der Menge und 27,6 Prozent im Wert den vierten Platz im Exportmarktranking. Österreich, die Nummer 5, war ebenfalls wesentlich durstiger als im Vorjahr (+34,3%/2,1 Mill. Fl.), aber auch »preisbewußter« (+24,5%/10,1 Mill. Euro). Gute Performance zeigte der Britzler aus dem historischen Prosecco-Gebiet ebenfalls in Russland, Kanada, Skandinavien und auf kleineren Märkten wie Japan und Frankreich. 

Gemessen am Sekt-Welthandel, der laut dem Wirtschaftsreport nicht nur 6 Prozent an Volumen verlor, sondern auch 13 Prozent an Wert, hat sich der Conegliano Valdobbiadene Prosecco DOCG sehr gut geschlagen. vc
 

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