Einige Reben waren bereits ausgetrieben, teilweise wurden auch Knospen im Wollstadium beschädigt
Einige Reben waren bereits ausgetrieben, teilweise wurden auch Knospen im Wollstadium beschädigt

Baden vom Frost getroffen

Die zwei Wochen nach Ostern brachten frostige Nächte. In Frankreich und Italien haben diese zu großen Schäden in den Weinbergen geführt. In Deutschland waren die Reben in weiten Teilen noch nicht weit genug in ihrer Entwicklung, um von Frost bedroht zu sein. 

Die Ausnahme stellt Baden dar, wo die Winzer überrascht von der Heftigkeit überrascht wurden. Hier waren Reben vereinzelt schon ausgetrieben, hinzu kamen niedrigere Frosttemperaturen als in anderen Anbaugebieten. Im Markgräflerland sind die Temperaturen in der Woche nach Ostern bis auf –4,5 Grad gesunken, sodass das Markgräflerland zu den am schwersten betroffenen Bereichen zählt. Auch in Kaiserstuhl und Tuniberg wurden Schäden registriert. Der Norden Badens sei besser durch die Frostnächte gekommen, obwohl auch die Ortenau teilweise getroffen wurde. 

Holger Klein, stellvertretender Geschäftsführer des Badischen Weinbauverbands, erklärt gegenüber WEINWIRTSCHAFT, dass die Schäden noch nicht bezifferbar sein. Es seien große Unterschiede zwischen Lagen zu beobachten, wobei nicht nur klassische Frostlagen in Mulden betroffen wären. Klein führt die Schäden auch auf zwei Wochen mit sehr hohen Temperaturen bis zu 25 Grad zurück, die für eine beschleunigte Entwicklung der Reben gesorgt hätten.

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