Insgesamt sieben Biere der Stadt erfüllen nun die Kriterien für ein Original Münchner Helles. (Foto: Giesinger Bräu)
Insgesamt sieben Biere der Stadt erfüllen nun die Kriterien für ein Original Münchner Helles. (Foto: Giesinger Bräu)

Giesinger braut Original „Münchner Hell“

Giesinger Bräu, Münchens zweitgrößte Privatbrauerei, stellt mit dem Original „Münchner Hell“ eine neue Volumensorte vor. Das Besondere: Biere, die diesen Namen tragen, müssen allerhand Voraussetzungen erfüllen. Die Brauerei muss sich auf Münchner Boden befinden und zum Brauen Münchner Wasser verwenden. Zudem darf die Stammwürze nur zwischen 11,4 und 11,9 Prozent, der Alkoholgehalt zwischen 4,7 und 5,4 Prozent und die Bitterstoffe zwischen 14 und 25 Einheiten liegen. Ebenso sind einzig diese Biere berechtigt, das EU-Siegel mit der geografisch geschützten Angabe „Münchner Bier“ zu tragen. Mit der Neueinführung von Giesinger bieten nun insgesamt sieben Münchner Brauereien ein solches Bier an.

Alle Kriterien erfüllt, um bei Münchner Festen auszuschenken

Mit dem eigenen Tiefbrunnen hatte Giesinger Ende 2019 bereits die Voraussetzung geschaffen, als echte Münchner Brauerei zu gelten. Bereits da sei mit der Entwicklung der Rezeptur begonnen worden, erklärt Dr. Bernhard Pillep, Gründer und Gesellschafter vom Giesinger Bräu. „Wir haben lange an der Rezeptur gefeilt, immer wieder kleine Änderungen vorgenommen und denken, dass wir nun ein sehr süffiges Ergebnis erzielt haben, das hoffentlich bald in aller Munde ist.“ Für den Produktionsstart des Münchner Hell werde zunächst eine kleinere Menge produziert und die Getränkefachhändler in München und Umgebung bestückt. Parallel dazu soll kapazitätstechnisch die Voraussetzungen geschaffen werden, um Anfang 2022 auch den Lebensmitteleinzelhandel mit größeren Mengen beliefern zu können. Mit dem „Münchner Hell“ und dem Status als Münchner Brauerei erfüllt der Giesinger Bräu nun formal alle Kriterien, um auch auf Festen in und um Münchner herum präsent zu sein, also auch dem Oktoberfest.

„Münchner Hell“ soll nicht die „Giesinger Erhellung“ ersetzen

Steffen Marx, Gründer und Geschäftsführer vom Giesinger Bräu, betont, dass das filtrierte „Münchner Hell“ jedoch nicht das Flaggschiff, die naturtrübe „Giesinger Erhellung“, ersetzen soll. „Mit der Giesinger Erhellung sind wir groß geworden, mit dem Münchner Hell schaffen wir die Augenhöhe zu den großen Brauereien der Stadt."

Um sich für größere Kapazitäten zu wappnen, startet der Crowdinvesting-erprobte Giesinger Bräu schließlich noch einmal eine groß angelegt Kampagne: Wie bei den vorangegangenen Projekten können Investoren Genussscheine mit sechs Prozent Zinsen zeichnen, die in Form von Bier- und Verzehrgutscheinen ausgeschüttet werden. Das Crowdinvesting soll etwa Mitte November starten, Zielmarke seien zwei Millionen Euro.

Giesinger-Gründer und Geschäftsführe Steffen Marx (r.) mit Dr. Bernd Pillep, Gründer und Gesellschafter (Foto: Hannes Rohrer)
Giesinger-Gründer und Geschäftsführe Steffen Marx (r.) mit Dr. Bernd Pillep, Gründer und Gesellschafter (Foto: Hannes Rohrer)
Schlagworte

Ausgabe 1/22

Cover Meiningers CRAFT 1/22 (Foto: Ben Fuchs Photography)

Themen der Ausgabe

TITEL_BERLINER BERG

Gesucht und gefunden: Sie treten an mit dem Prinzip „Tradition. Neugebraut“. Wollen nicht etwa das verrückteste Craftbier brauen, sondern das Pils für Berlin. Sie wollen eine Lücke schließen im Markt der Hauptstadt, ein Bindeglied sein zwischen zwei Welten. Im Mai 2021 haben Berliner Berg nach einigen Jahren der Suche ihre eigene Brauerei in Neukölln eröffnet.

TREND_HARD SELTZER

Happy Water: Vegan, wenig Alkohol und kaum Kalorien: Hard Seltzer heißt das neue Trendgetränk, das sich nach dem Hype in den USA jetzt in Deutschland etabliert. Auch hiesige Brauer sehen großes Potenzial in dieser neuen Kategorie und bescheren dem Markt vielversprechende Produkte

MARKEN_UNION BRAUEREI_UPDATE

Bremen in Wallung: Corona zum Trotz setzt die Union Brauerei auf Wachstum, will im Herbst 2022 einen weiteren Braubetrieb nebst Gastronomie in Bremen Hemelingen eröffnen – und die Brauhistorie der Hansestadt noch erlebbarer machen. Trotz Expansion wird sich die Brauerei weiterhin auf den lokalen Markt konzentrieren: „Hier gibt es für uns genug Potenzial."