Für 2022 wird laut VdF eine mittlere Ernte von 500.000 Tonnen Streuobst erwartet. (VdF)
Für 2022 wird laut VdF eine mittlere Ernte von 500.000 Tonnen Streuobst erwartet. (VdF)

VdF: Mittlere Streuobsternte erwartet

Nach Angaben des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) rechnen die deutschen Fruchtsafthersteller in diesem Jahr nur mit einer mittleren Streuobsternte von 500.000 Tonnen. Das ist das Ergebnis der Fruchtbehangschätzungen, die in dieser Woche abgeschlossen wurden.

In etwa fünf Wochen, so der VdF weiter, soll die Ernte auf den Streuobstwiesen in Deutschland beginnen. Aufgrund der Alternanz habe der Verband auf eine höhere Erntemenge gehofft, aber das abnehmende Ertragspotenzial der Streuobstbestände in Deutschland werde von Jahr zu Jahr deutlicher, erklärt VdF-Geschäftsführer Klaus Heitlinger. Demnach seien die Folgen der momentanen Trockenheit noch nicht umfassend abzusehen. Dies könne sich noch signifikant auf die Prognose auswirken, da die Fruchtgröße zurzeit unterdurchschnittlich ist. Heitlinger prophezeit: „Sollte das heiße und trockene Wetter anhalten, ist mit einer Reduzierung der Erntemenge zu rechnen. Die Bäume werfen vorzeitig viele Äpfel ab und die auf dem Baum verbleibenden Äpfel wachsen nicht mehr. Jeder fehlende Zentimeter im Durchmesser des Apfels hat einen um 30 Prozent geringeren Ertrag zur Folge." //cc

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GZ 25/22

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch

Wie Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch, Gründer der Unternehmensberatung Esch. The Brand Consultants und ehemaliger Universitätsprofessor sagt, zeigen die diesjährigen Ergebnisse im Getränkebereich ein erwartetes Muster: Handelsmarken gewinnen immer dann, wenn es den Menschen schlecht geht. Gegen eine Verdrängung durch Handelsmarken helfe nur die eigene Markenstärke. Der Anteil an Handelsmarken bei Getränken ist noch gering. Die Gründe dafür nennt Prof. Esch in seinem Gastkommentar.

Titelthema: Starke Marken

Handelsmarken gewinnen in der Krise an Bedeutung. Denn Konsumenten ändern laut aktueller Studien ihr Kaufverhalten bei Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs spürbar und greifen in Zeiten von steigender Inflation häufiger zum günstigen Produkt. Renommierte Marken zeigen jedoch ihre Widerstandskraft, vor allem bei Getränken.

Rückblicke: AfG, Bier & Wein/Schaumwein/Spirituosen

2022 bedeutete einen nahtlosen Übergang von Krise zu Krise. Für die Brauwirtschaft war das Jahr geprägt von Absatzverlusten und schlechten Nachrichten, hielt aber auch die ein oder andere Überraschung parat. Die AfG-Branche blickt auch jenseits der Krisen ebenfalls auf ein bewegtes Jahr zurück. Trotz starker Umsätze litten die Sekt-, Wein und Spirituosenindustrie besonders unter dem Angriffskrieg auf die Ukraine.