Weiße Aromasorten sind gefragt (Foto: Archiv).
Weiße Aromasorten sind gefragt (Foto: Archiv).

Herbstmarkt

Die vom Statistischen Bundesamt herausgegebene Ernteschätzung von 8,7 Mill. Hektoliter für die deutsche Weinernte 2021 dürfte von den meisten Marktteilnehmern als Ernte nach Maß begrüßt werden. Am Herbstmarkt sind die Zeichen der Ernte angekommen, wie erste Preisnotierungen verraten. Demnach zeichnet sich ein Ansteig der weißen Sorten um bisher rund 10 Cent je Liter an. Stärker noch dürften die Preise für Aromasorten (Most QbA geeignet, nicht angereichert, geschwefelt) wie Morio Muskat (1.000 Euro/1.000 Liter), Bacchus (900 Euro/1.000 Liter), Müller-Thurgau (800 Euro/1.000 Liter) Scheurebe, Sauvignon Blanc und anderen steigen, an denen der Markt mit wenigen Ausnahmen vor Jahren achtlos vorübergegangen ist. 

»Aroma ist wieder gefragt« kommentier Kommissionär Peter Best aus dem pfälzischen Bockenheim das Geschehen.  »2021 wird ein toller Weißweinjahrgang. Die Weine haben Säure, Aroma und Struktur. Auch Weißherbst, Rosé und Blanc de Noir werden gut, Rotwein könnte spannend werden«, gibt Best seine Einschätzung des laufenden Weinherbstes wider. hp

Ausgabe 10/2022

WEINWIRTSCHAFT 10/2022

Themen der Ausgabe

Nachhaltigkeit

Das aktuelle Kern- und Reizthema der Branchenkommunikation. Egal ob mit Bio-Siegel oder ohne – im Weinbau gibt es viele kleine und große Schritte zu mehr Nachhhaltigkeit. WEINWIRTSCHAFT hat sich bei verschiedenen Erzeugern umgehört und umgesehen – und ein paar hochinteressante Piwi-Weine verkostet.

»Auf dünnem Eis«

VDP-Präsident Steffen Christmann im Interview über die Qualitätspyramide, GGs für Jedermann und deutschen Sekt. Wie die Zukunft des deutschen Weinbaus aussehen kann und welche Rolle der VDP einnimmt und einnehmen will.

Lombardei

Vermutlich kennen Sie Franciacorta, aber haben Sie schon einmal von Oltrepò Pavese gehört oder gekostet? Über eine unterschätzte Schaumweinappellation im Schatten des bekannten Nachbarn.