Rheinland-Pfalz erntet weniger

Donnerstag, 9. März 2017 - 14:00
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Wein
Die Erträge der Betriebe sind in Rheinland-Pfalz 2016 höchst unterschiedlich verlaufen (Foto: Ziegler)

Die Winzer aus den rheinland-pfälzischen Anbaugebieten haben 2016 5,83 Mill. Liter Wein geerntet. Wie die Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz (LWK) mitteilt, ist dies die drittkleinste Ernte der letzten 10 Jahre. Nur 2010 und 2013 sei weniger geerntet worden. Nach Einschätzung der LWK sind die Ernteausfälle auf den Peronosporabefall der Reben infolge der extremen Niederschläge im Frühsommer zurückzuführen.

Die Unterschiede zum 10-Jahres-Durchschnitt von 6 Mill. Hektolitern sind jedoch überschaubar. Auch im Vergleich mit dem Vorjahr, als 5,9 Mill. Hektoliter in Rheinland-Pfalz geerntet wurden, wirkt der Rückgang moderat. Landwirtschaftskammer-Präsident Norbert Schindler hebt hervor, dass »die Ernteergebnisse stark von Betrieb zu Betrieb durch die unterschiedliche Betroffenheit durch Peronosporaschäden variieren«.

Über die genaue Verteilung der Ernte auf Grund-, Land-, und Qualitätswein wurden jedoch zunächst keine Angaben gemacht. Marktbeobachter gehen aufgrund der großen Unterschiede der Erträge davon aus, dass mehr Grund- und Landwein und weniger Qualitätswein als in den letzten Jahren geerntet wurde.

Schindler sieht Auswirkungen für den Markt: »Zur Zeit treten auch viele selbstvermarktende Weingutsbetriebe als Käufer auf dem Fassweinmarkt auf, weil die eigene Erzeugung aus 2016 nicht reicht, um ihre Kunden bedienen zu können. Dadurch verringert sich das Angebot des qualitativ sehr guten Jahrgangs 2016 für die Kellereien zusätzlich.«

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