Neuer Exportrekord für Frankreich

Donnerstag, 15. Februar 2018 - 15:30
Handel
Weinhandel
Bei Wein und Spirituosen erzielte Frankreich einen Außenhandelsüberschuss von 11,5 Mrd. Euro (Foto: stockWerk/Fotolia)

Gegenüber dem Vorjahr legte der Export französischer Weine und Spirituosen um 8,5 Prozent auf 12,9 Mrd. Euro zu und erreichte damit einen neuen Höchstwert. Wie die Fédération des Exportateurs de Vins & Spiritueux de France (FEVS) mitteilt, kletterte auch der Absatz um 5 Prozent auf 2,4 Mrd. Flaschen.

Der Weinexport wuchs dabei überproportional um 6 Prozent auf 13 Mill. hl und um 9,6 Prozent im Wert auf 8,6 Mrd. Euro. Unter den Weinen stellen AOP-Stillweine mit 5,6 Mill. hl bzw. 4,35 Mrd. Euro den Löwenanteil, gefolgt von Champagner mit 1,12 Mill. hl und 2,8 Mrd. Euro. Die FEVS hebt das Wachstum der exportierten Weinmenge besonders heraus, denn dies sei der erste Anstieg seit fünf Jahren.

Wichtigste Herkunft im Absatz ist Pays d’Oc, gefolgt von Bordeaux und Champagne. Im Wert steht die Champagne mit einem Anteil von 33 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Bordeaux (24%) und Burgund (10%). Über besondere Beliebtheit im Ausland darf sich die Provence freuen, deren Exportmenge um 35 Prozent stieg, während ihr Exportwert um 37 Prozent auf 239 Mill. Euro zulegte.

Bei den Exportzielen gibt es starke Unterschiede. So steht Deutschland mit 1,98 Mill. hl Wein klar an erster Stelle, vor Großbritannien, USA, China und Belgien, die ebenfalls mehr als 1 Mill. hl abnehmen. Beim Exportwert halbiert sich der deutsche Anteil jedoch fast, und es reicht mit 689 Mill. Euro nur für den dritten Rang hinter USA (1,56 Mrd. €) und Großbritannien (1,1 Mrd. €), aber noch vor China, wobei der Exportwert nach China mit 21,6 Prozent die größten Wachstumsraten aufweist. cg

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