Ins andere Extrem

Mittwoch, 31. Oktober 2018 - 14:00
Hersteller
Wein
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Volle Bütten brachte das Jahr 2018 den Winzern weltweit (Foto: Yvonne Stadtfeld - Fotolia)

Mit 282 Mill. Hektolitern ist die Weinproduktion 2018 eine der größten seit 2000 und liegt nach Schätzungen der OIV rund 31 Mill. Hektoliter über dem Vorjahr. 

Im EU-Durchschnitt steigt die Produktion um 19 Prozent gegenüber 2017, auf 164,4 Mill. Hektoliter schätzt die OIV die Weinerzeugung. Alle drei großen Weinbaunationen, Italien (48,5 Mill. hl, +14%), Frankreich (46,4 Mill. hl, +27%) und Spanien (40,9 Mill. hl, +26%), verzeichnen ein ungewöhnlich hohes Produktionsniveau. Auch Deutschland (9,8 Mill. hl), Rumänien (5,2 Mill. hl), Ungarn (3,4 Mill. hl) sowie Österreich (3 Mill. hl) rechnen mit Produktionsmengen, die über dem letzten Fünfjahresdurchschnitt liegen. Portugal (5,3 Mill. hl) und Griechenland (2,2 Mill. hl) sind die einzigen EU-Länder, in denen die Produktion geringer als im Vorjahr ausfällt. In Portugal waren vor allem ungünstige Witterungsverhältnisse, die den Befall der Reben mit Echtem und Falschem Mehltau begünstigten, ursächlich. In Griechenland steht der Rückgang der Erntemenge im Einklang mit dem seit 2003 feststellbaren Abwärtstrend. 

In der Neuen Welt verzeichnet vor allem Südamerika ein sehr hohes Produktionsniveau: In Argentinien (14,5 Mill. hl) steigt die Weinerzeugung um 23 Prozent, in Chile (12,9 Mill. hl) sogar um 36 Prozent gegenüber 2017. In den USA (23,9 Mill. hl) ist die Weinmenge seit drei Jahren recht stabil. Südafrikas Produktion (9,5 Mill. hl) wird durch die Dürre beeinträchtigt. In Australien (12,5 Mill. hl) nimmt die Menge gegenüber dem Vorjahr ab, in Neuseeland bleibt mit 3 Mill. Hektolitern ein sehr hohes Produktionsniveau aufrechterhalten. red

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