Cantina Valpantena trotzt verhagelter Ernte

Dienstag, 15. Januar 2019 - 9:30
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Wein
Präsident Luigi Turco und Önologe Luca Degani sind mit dem Geschäftsjahr unterm Strich zufrieden (Foto:

Die Mitglieder der Winzergenossenschaft Cantina Valpantena haben die Bilanz 2017/2018 verabschiedet. Die Kellerei schloss das Geschäftsjahr zum 31. August 2018 mit einem Umsatz von 50,2 Mill. Euro ab. Das kleine Plus von 0,5 Prozent kann dennoch als beachtliches Ergebnis gewertet werden. Im Sommer 2017 hatte Hagel die Traubenmenge auf 7.900 Tonnen dezimiert. Das waren 26 Prozent weniger als 2016. 

Die Auszahlung an die Mitglieder betrug im Schnitt 130 Euro pro Doppelzentner (+1%). Das Nettovermögen stieg im Geschäftsjahr um knapp eine Million Euro auf 20,6 Mill. Euro. Die Cantina Valpantena zählt mit 110 Produzenten und 200 Hektar Olivenhainen ebenfalls zu den bedeutenden Olivenölproduzenten der DOP Veneto-Valpolicella. Ihre Mitglieder lieferten 428 Doppelzentner Oliven und bekamen pro DZ 117 Euro. Ihr Extra Vergine Torre del Falasco wurde 2018 als eines der besten zehn Olivenöle Italiens prämiert.

Im Verlauf von 2018 investierte die Cantina Valpantena 6 Mill. Euro in verschiedene Projekte. Das Geld floss in neue Kellereitechnik, den Gebäudekauf der Verkaufsstelle in San Giovanni Lupatoto und in das Zentrum für die Traubenantrocknung in Montorio. Außerdem erstand Valpantena 25 Prozent der Veroneser Traditionskellerei Giacomo Montresor. 

Mit den Anteilen an Montresor wollen die Genossen ihre Strategie der Markendiversifizierung vorantreiben und in neue Marktsegmente eindringen. »Wir haben Jahre des Booms unserer Denomination und vor allem unserer Kellerei erlebt, die mit einem Marktanteil von 10 Prozent zu den Hauptproduzenten von Ripasso und Amarone zählt. Damit wir uns neuen Märkten und Herausforderungen stellen können, haben wir in den vergangenen Jahren unsere Position konsolidiert und unsere Marktpräsenz mit anderen Denominationen und Marken erweitert«, erklärte Präsident Luigi Turco. 

Die Ernte 2018 lässt auf ein höheres Umsatzwachstum im kommenden Geschäftsjahr hoffen. Nach den bescheidenen 7.900 Tonnen des 2017er Jahrgangs lieferten die Mitglieder diesmal 12.100 Tonnen Trauben. vc

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