Seit April neuer Geschäftsführer der Anora Germany GmbH: Christoph Bickel
Seit April neuer Geschäftsführer der Anora Germany GmbH: Christoph Bickel

Anora Group stellt sich in Deutschland neu auf

Die finnische Anora Group, die für Spirituosen wie Linie Aquavit, den Vodka Koskenkorva oder den Cognac Larsen bekannt ist, stellt ihr Büro in Deutschland neu auf.

Seit April ist Christoph Bickel (44) Geschäftsführer der deutschen Dependance unter dem neuen Namen Anora Germany GmbH. Dahinter stehe die Strategie, den Fokus auf Schlüsselmärkte zu legen, die internationalen Marken zu stärken und Wachstumschancen intensiver zu nutzen.

Bickel verfüge über langjährige Erfahrung im Vertrieb und Marketing in der Konsumgüterbranche. Er habe führende Positionen begleitet, unter anderem als internationaler Vertriebsleiter bei Lorenz-Bahlsen und in diversen Vertriebs-, Marketing- und Export-Funktionen bei Nestlé. Er kenne sämtliche Vertriebswege des Lebensmitteleinzelhandels in Deutschland und Europa und sei im deutschen Markt gut vernetzt.

„Mit der neuen Gesellschaft wollen wir noch näher an unseren Kunden im deutschsprachigen Raum sein“, erklärt Bickel. „Ich freue mich auf die Arbeit, die vor uns liegt, auf die Zusammenarbeit mit unserem engagierten Team und unseren Importeuren, die in den vergangenen Jahren mit hoher Kompetenz die Anora-Marken in Deutschland entwickelt haben.“ //chs

GZ 25/22

Themen der Ausgabe

Gastkommentar: Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch

Wie Prof. Dr. Franz-Rudolf Esch, Gründer der Unternehmensberatung Esch. The Brand Consultants und ehemaliger Universitätsprofessor sagt, zeigen die diesjährigen Ergebnisse im Getränkebereich ein erwartetes Muster: Handelsmarken gewinnen immer dann, wenn es den Menschen schlecht geht. Gegen eine Verdrängung durch Handelsmarken helfe nur die eigene Markenstärke. Der Anteil an Handelsmarken bei Getränken ist noch gering. Die Gründe dafür nennt Prof. Esch in seinem Gastkommentar.

Titelthema: Starke Marken

Handelsmarken gewinnen in der Krise an Bedeutung. Denn Konsumenten ändern laut aktueller Studien ihr Kaufverhalten bei Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs spürbar und greifen in Zeiten von steigender Inflation häufiger zum günstigen Produkt. Renommierte Marken zeigen jedoch ihre Widerstandskraft, vor allem bei Getränken.

Rückblicke: AfG, Bier & Wein/Schaumwein/Spirituosen

2022 bedeutete einen nahtlosen Übergang von Krise zu Krise. Für die Brauwirtschaft war das Jahr geprägt von Absatzverlusten und schlechten Nachrichten, hielt aber auch die ein oder andere Überraschung parat. Die AfG-Branche blickt auch jenseits der Krisen ebenfalls auf ein bewegtes Jahr zurück. Trotz starker Umsätze litten die Sekt-, Wein und Spirituosenindustrie besonders unter dem Angriffskrieg auf die Ukraine.