Verkostungsmarathon in Bingen

Donnerstag, 24. Juli 2008 - 13:00
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(leh) Knapp 2.000 Weine aus Europa, Australien, Neuseeland, USA und Südafrika wurden Ende Juli für best of riesling 2008 in Bingen verkostet. Die internationale Fachjury hatte zwei Tage Zeit, um die besten Rieslinge zu bestimmen. Schließlich konnte der Initiator, Weinbauminster Hendrik Hering, die Gewinner verkünden. Für die Kategorie trockene Rieslinge waren die meisten Weine (1072) angestellt worden.

Den ersten Platz in der Kategorie "trockene Rieslinge" belegte der 2007er Hochheimer Kirchenstück Spätlese vom Rheingauer Weingut W. J. Schäfer, Hochheim. Die Juroren einigten sich, den Platz 2 gleich doppelt zu vergeben: für die 2007er Pündericher Nonnengarten Spätlese vom Moselaner Weingut Frank Brohl und für die 2007er Wachenheimer Königswingert Spätlese vom Pfälzer Weingut Emil Zimmermann.

Bei den halbtrockenen Rieslingen belegte die 2007er Niersteiner Heiligenbaum Spätlese vom rheinhessischen Weingut Seebrich den ersten Platz. Gleich zweimal wurde der erste Platz für fruchtig-süße Rieslinge vergeben: Es überzeugten die Moselaner Rieslinge 2007er Trittenheimer Apotheke Spätlese vom Weingut Heribert Boch und die 2007er Brauneberger Juffer-Sonnenuhr Auslese vom Weingut Max Ferdinand Richter, Mülheim.

Und auch bei der Kategorie Edelsüße Rieslinge setzte sich ein Wein von der Mosel an die Spitze: die 2003er Graacher Himmelreich Trockenbeerenauslese vom Weingut Kees-Kieren. Bei der Wahl zum besten Riesling aus der neuen Welt machte der 2007 Chateau Ste Michelle Dry Riesling aus Washington, USA, das Rennen. Das Besondere: Dieser Wein ist ein Jointventure von Chateau Ste. Michelle, Washington, und Dr. Loosen, Mosel.

Als besten europäischen Riesling wurde der 2007 Riesling vom Urgsetein Qualitätswein ausgezeichnet, vom Winzerhof Stift in Röschitz, Niederösterreich. Der Sieger für die beste Rieslingkollektion mit klarer Frucht und gut erkennbarer Stilistik kommt aus Rheinhessen: Es ist das Weingut Neef- Emmrich aus Bermersheim.

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