Ausgabe 22/2014

Freitag, 7. November 2014 - 11:00

Liebe Leser,

Das Infragestellen liegt in der Natur des Menschen. Egal wie zufrieden man mit seiner aktuellen Situation ist, so macht man sich doch Gedanken, stellt sich die ein oder andere Frage und analysiert. Im Grunde ist nichts dagegen einzuwenden, einmal das Bewährte kritisch zu hinterfragen. Doch sollte dabei immer auch etwas Positives herauskommen, was zu einer Verbesserung beiträgt. Auch wir stellen in der aktuellen Ausgabe so einiges infrage. Da wäre zum einen die allseits beliebte Frage nach dem Verschluss. Der Bericht Nr. 180 des Ausschusses für Technik im Weinbau (kurz: ATW) befasste sich zwei Jahre lang mit diversen Sektverschlüssen und stellte sie auf die Probe (ab S. 18). Wenn der Wein oder Sekt verschlossen ist, stellen sich mittlerweile viele Betrieb die Export-Frage. Anlass genug in unserer Umfrage nach den Hürden des Exports zu fragen, wie gewohnt auf Seite 6. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Preisgestaltung. Steigende Produktionskosten und Vermarktungsaufwand verlangen nach einer Preiserhöhung, aber wie vermittelt man diese gekonnt den Kunden? Dieser Frage geht Bernd Wechsler vom DLR RNH auf Seite 30 nach. Nicht zuletzt können Sie sich im Beitrag aus Klosterneuburg in Sachen stationärer Applikationstechnik auf den neuesten Stand bringen. Anfang November reise ich gemeinsam mit Lesern des DDW nach Fernost, um dort Weingüter, kulturelle Stätten und die ProWein in Shanghai zu besuchen. Sicherlich eine Reise mit vielen Eindrücken und neuen Entdeckungen, von denen ich Ihnen natürlich berichten werde!

Franziska Tschöcke tschoecke@meininger.de

Inhalte dieser Ausgabe

UMFRAGE - Export: Welche Hindernisse gibt es?

Auf welchen Exportmarkt haben Sie sich spezialisiert? Welche Merkmale Ihres Exportmarktes sind besonders zu beachten? Welche Markenstrategie verfolgen Sie im Export? Was raten Sie Betrieben, die erstmals in den Weinexport einsteigen wollen? Markus Naumann hat für DDW nachgefragt, u. a. bei Cornelia Schlepper, Hessisches Staatsweingüter Kloster Eberbach.

MAGAZIN - Dreistufige Qualitätspyramide für Sekt aus Österreich

(ÖWM) Am 22. Oktober, dem Tag des österreichischen Sekts, wurden die Eckpunkte einer dreistufigen Qualitätspyramide für den österreichischen Sekt vorgestellt. Das 2013 gegründete Österreichische Sektkomitee, die Sekt erzeugenden Winzer und die Österreich Wein Marketing (ÖWM) haben bei der Erarbeitung des neuen Konzepts mitgewirkt. Diesen und weitere Magazin-Beiträge finden Sie hier.

WEINBAU - 111 Jahre: Ideen, Know-how und Entwicklungen

Seit Gründung des Meininger Verlages im Jahre 1903 hat sich viel in der Weinwelt getan. Viele Handarbeiten werden durch Maschinen erleichtert bzw. ganz übernommen. Die weinrechtliche Lage hat sich bis zum heutigen Standard entwickelt und das Fachmagazin DER DEUTSCHE WEINBAU ist in die Hand des Verlages übergegangen.

Außerdem:
Was bringt die stationäre Applikationstechnik?

OENOLOGIE - Sektverschlüsse auf dem Prüfstand (ATW)

21 verschiedene Sektflaschenverschlüsse wurden über einen Zeitraum von zwei Jahren auf Herz und Nieren geprüft. Wie viel Druck ist nach dieser Zeit noch auf der Flasche? Wie beeinflusst die Lagertemperatur die Frische des Produkts? Der ATW-Beitrag Nr. 180 stellt die Ergebnisse der Labor- und des Lagerversuches vor.

MARKETING - Preiserhöhung: nur mir der richtigen Strategie

Den richtigen Preis für eine Flasche Wein festlegen ist eine heikle Angelegenheit. Gerade deutsche Verbraucher reagieren sehr sensibel auf Preiserhöhungen. Was ist die passende Spanne und wie kommuniziere ich es, ohne Kunden zu verlieren? Ein Einblick in die Welt der Preisgestaltung.

REGIONALINFOS - Winzer-Infotag 2014 noch in Heilbronn

(cm) Am Freitag, den 14. November 2014 findet von 9 bis 17 Uhr zum dritten Mal dieregionale Fachmesse für Weinbau, Kellerwirtschaft, Marketing und Vertrieb in Heilbronn statt. Auf 8.000 Quadratmetern präsentieren sich mehr als 200 regionale und überregionale Aussteller. Diese und weitere Informationen aus den Anbaugebieten finden Sie nachstehend.

PRAXISNAH - Lange Rebzeilen: mehr Vor- oder Nachteile?

In der vormaschinellen Zeit spielten Form und Größe der Weingärten bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung keine große Rolle. Heute sollte man sich darüber mehr Gedanken machen, denn: Der Zuschnitt des Grundstücks wirkt sich erheblich auf arbeitswirtschaftliche Kriterien aus.