Ausgabe 05/2015

Freitag, 6. März 2015 - 9:00

Liebe Leser,

Der Deutsche Weinbau Ausgabe 05/2015

auch wenn die Zahl der »faulen Jahre« sich häufen, so
sollte man nicht vorschnell den Schwarzen Peter vergeben. Dieser Ansicht ist auch Michael Lipps vom DLR Mosel, der mit seinem Fachbeitrag ab Seite 28 mit dem der vergangenen Jahre abrechnet und zeitgleich Wege aus der Misere (Auswirkungen des Klimawandels) aufzeigt. Weg von faulen Trauben, hin zu schönen Vinotheken: Wir zeigen Ihnen abgeschlossene Bauprojekte von Vinotheken – die Neugierde, Platz und nicht zuletzt die perfekte Verkaufsatmosphäre schaffen sollen. Ums Verkaufen geht es auch im Beitrag von Regina Gerten. Wussten Sie, dass nur zehn Prozent des Inhalts eines Gespräches den Kunden beeinflussen? Zuvor hat dieser sich unbewusst zum Kauf oder Nichtkauf durch unser Aussehen und Auftreten animieren lassen. Wie Sie mit Geduld, Kompetenz und Verhandlungsgeschick Ihre Kunden bestens betreuen, lesen Sie ab S. 22. Weiter berichten wir über eine technische Neuheit: die Elektronische Zunge. Mit deren Hilfe können Weine objektiv und nach Mustern beurteilt werden.

Probieren und beurteilen können Sie auch 500 ausgewählte Siegerweine der MUNDUS VINI Frühjahrsverkostung auf der kommenden ProWein in Düsseldorf. Sie haben vom 15. bis 17. März 2015 die Möglichkeit, einmal Ihre Weine mit Gewächsen aus Europa und aus anderen Kontinenten zu vergleichen. Wie stehen meine Weine da? Sind sie fruchtiger als Weine aus Neuseeland? Würde mein Wein auch Großes Gold bekommen? Ganz gleich zu welchem Schluss Sie kommen, wir sehen uns auf der ProWein!!

Franziska Tschöcke tschoecke@meininger.de

Inhalte dieser Ausgabe

UMFRAGE - Mehr Kunden durch Kooperation?

Zahlreiche Winzer und Weingüter schließen sich zusammen, um gemeinsam das zu erreichen, was sie alleine nicht erreichen können. Was ist Ihr persönlicher Antrieb für einen solchen Zusammenschluss? Welche Ziele verfolgen Sie? Worin sehen Sie die entscheidenden Vorteile? Markus Naumann fragte für DDW nach.

ARCHITEKTUR - Weingüter gestalten: Die inneren Werte zählen

Mit einem gelungenen Konzept für die Innenarchitektur kann ein Weingut »von innen heraus « seine Kunden und Gäste überzeugen. Neben dem nötigen Kapital braucht man vor allem Mut, Ideen, Leidenschaft, Willen und Ausdauer – aber am Ende lohnt sich der Einsatz dann doch, wie unsere beiden Praxisbeispiele zeigen.

WEINBAU - Entdeckungen von den Agrartagen Nieder-Olm (2)

Die Vorbereitungen auf die Vegetationsphase sind in vollem Gange. Bald steht wieder Bodenarbeit an. Hier hat sich in der Technik einiges getan, auch wenn dies vielleicht nicht auf den ersten Blick auffällt. In Nieder-Olm wurden zahlreiche Detailverbesserungen vorgestellt, die Vereinfachung und höhere Qualität in die Weinbergsarbeit bringen.

Außerdem

Zum Glück gibt es die Kirschessigfliege …
OENOLOGIE - Sensorisch unbestechlich – die Elektronische Zunge

So wohlschmeckend der Wein für unsere Zungen auch sein mag, die Elektronische Zunge lässt sich nicht betören. Sie ist vielmehr ein unbestechlicher persönlicher Assistent für die tägliche Arbeit. Wie funktioniert die Technik und was kann sie leisten? Ein weiteres Zusatzgerät oder ein praktischer Helfer für Weinproduzenten?

PRAXISNAH - Pilze am Rebstock: Parasiten oder Holzverwerter?

Besonders unter feuchten Bedingungen und bei milden Temperaturen können im Frühjahr Fruchtkörper von holzbewohnenden Pilzen am Rebstamm beobachtet werden. Dabei lassen sich harmlose Holzverwerter von krankheitsauslösenden Parasiten unterscheiden.