Für den guten Ausgang mussten die Winzer der Tenuta di Trinoro in der Toskana enormen Einsatz zeigen (Foto: Enea Barbieri)
Für den guten Ausgang mussten die Winzer der Tenuta di Trinoro in der Toskana enormen Einsatz zeigen (Foto: Enea Barbieri)

Italiens Schäden begrenzt

In Italien war der erste Aufschrei über die Frostschäden wohl größer, als der Verlust tatsächlich ist. Hauptsächlich sollen das Veneto, die Toskana und das Piemont betroffen sein. Allerdings wird das Ausmaß der Schäden gerade erst recherchiert. 

»Wir haben einen Fragebogen an unsere Produzenten geschickt, um uns ein genaues Bild machen zu können. Generell haben höchstens Stöcke an warmen Lagen gelitten, bei denen der Austrieb schon vier Zentimeter oder länger war. Es hängt auch vom weiteren Verlauf der klimatischen Bedingungen ab, inwieweit sich selbst beschädigte Reben wieder regenerieren können«, kommentiert Andrea Battistella, der Önologe und Vize-Direktor des Konsortiums Prosecco DOC. 

Im Piemont ist die Situation unübersichtlich. Das Konsortium Barolo, Barbaresco & Co. teilt mit, dass die Lage beim Nebbiolo sehr heterogen sei und schwer quantifizierbar. Die Reifephase sei nicht bei allen gleich und deshalb könne beim selben Stock einige Triebe heil, andere beschädigt sein. Hauptsächlich sollen die Rebflächen in mittlerer Höhe gelitten haben, wo der Spross schon weiter entwickelt ist. Die Situation sei jedoch wesentlich weniger schlimm als beim Spätfrost 2017, der zwei Wochen später kam und in allen Weinbergen Unheil angerichtet hatte. Das Gebiet von Nizza Monferrato und den Tälern des Belbo und Tiglione soll laut Bauernverband Coldiretti stärker betroffen sein.

In der Toskana gibt Fabrizio Bindocci, der Präsident des Konsortiums Brunello Auskunft. »Die Temperatur ist unter Null gesunken, aber die Schäden sind begrenzt, weil ein Großteil der Triebe noch schläft und bei den anderen vertrauen wir auf einen zweiten Austrieb, der alles regelt«, entwarnt Bindocci. Genauere Einschätzungen werden erst in den nächsten Wochen veröffentlicht. vc

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