Italien/Doc Reglements: Neues aus Lugana & Co.

Mittwoch, 22. Dezember 2010 - 12:00

(vc) Das Nationale Weinkomitée im Agrarministerium hat einigen Anträgen auf Reglement-Änderungen sowie DOC- und DOCG-Klassifizierungen stattgegeben, hier die wichtigsten Neuigkeiten der letzten Sitzungen: DOC Lugana darf zukünfig nur noch in der Produktionszone abgefüllt werden. Das DOC-Reglement wurde um die Typologien Riserva und Vendemmia Tardiva (Spätlese) erweitert. Neu ist die DOC namens »Terre di Colleoni« oder »Colleoni«, die sich über die Provinz Bergamo erstreckt. Sie steht für die Sortenweine Pinot Bianco, Pinot Grigio, Chardonnay, Incrocio Manzoni (Kreuzung zwischen Pinot Bianco und Rheinriesling), Moscato Giallo (gelber Muskateller), Moscato Giallo Passito, Schiava (Vernatsch), Merlot, Marzemino, Cabernet, Franconia, Incrocio Terzi (Kreuzung zwischen Barbera und Cabernet Franc) sowie Novello und Spumante. Der Ertrag ist je nach Typologie auf 12 oder 13 Tonnen Trauben pro Hektar festgesetzt. In die DOC »Colli Bolognesi« in der Emilia Romagna wurde die Unterzone »Bologna« für die Typologien Bianco, Rosso und Spumante intergriert. Umbriens DOC »Colli Amerini« hat die Variante Rosso Riserva und die Sortenweine Grechetto, Ciliegiolo, Ciliegiolo Riserva. Sangiovese, Sangiovese Riserva Vin Santo und Vin Santo Occhio di Pernice in ihr Regelwerk aufgenommen. Die Abfüllung wurde auf eine im gleichen Zuge erweiterte Produktionszone beschränkt. Das ohnehin schon DOCG-gespickte Piemont kann sich mit zwei weiteren Garantitas schmücken: Die DOCG »Dogliani« vereint unter sich die Herkünfte »Dolcetto di Dogliani Superiore« oder »Dogliani«, und »Dolcetto delle Langhe Monregalesi«. Die DOCG »Alta Langha« ist Flaschengärungssekten vorbehalten. Die apulische DOC »Locorotondo« deckt jetzt auch die Typologie Passito und die Sorten Verdeca, Bianco d’Alessano und Fiano ab. Neupflanzungen müssen mindestens mit 3.500 Stöcken pro Hektar bepflanzt werden. Ferner dürfen nun auch Weine in »Bag in box«-Behältnissen bis zu einer Kapazität von fünf Litern DOC-klassifiziert werden. Der DOC »Primitivo di Manduria« wurde die Typologie »Primitivo di Manduria Dolce Naturale« entnommen und mit dem DOCG-Status versehen. In der Toskana hingegen bekommt Elba die neue DOCG »Elba Aleatico Passito« oder »Aleatico Passito dell’Elba«, ebenfalls Typologien, die vorher unter der DOC »Elba« klassifiziert wurden. Die Entscheidung über die heftig diskutierten Änderungen des Reglements der DOC Cirò (WW berichtete) wurde vertagt.

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