Internationale Grüne Woche: Zufriedene Gesichter

Mittwoch, 22. Januar 2003 - 12:00

Auf der 68. Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin wurde von den Ausstellern am 4. Tag bereits eine positive Zwischenbilanz gezogen, denn ein Besucherzuwachs am 1. Wochenende von über 10% im Vergleich zum Vorjahr war zu beobachten. Vor allem die zeitliche Verschiebung um 1 Woche nach hinten - weg vom Weihnachtsgeschäft - sieht Andreas Völkel vom Deutschen Weininstitut als Hauptgrund für die erfreuliche Entwicklung. Obwohl von den 1.000 präsentierten Weinen und Sekten, darunter 200 Erzeugnisse des jüngsten Jahrgangs 2002, nur knapp 1/3 Rot-, bzw. Roséweine sind, sei, laut Völkel, auch in diesem Jahr der Rotweintrend nach wie vor ungebrochen. Er hat beim Publikum auch einen Namen und werde als solcher explizit nachgefragt: Dornfelder. Weiterhin, so Völkel, sei auch erstmals der Erfolg der Werbekampagnen um die Begriffe Classic & Selection messbar. Fast alle der 40 deutschen Aussteller führen Classic-Weine in ihrem Sortiment und spüren beim Publikum eine positive Resonanz. Bei der Sektkellerei Rotkäppchen hat man sich speziell zur IGW erhofft über den Zweig Tourismus Endkunden stärker anzusprechen. Nachdem bereits im letzten Jahr über 100.000 Besucher in die Kellereiräume nach Freyburg gelockt werden konnten, will man diesen Sektor im Hinblick auf die räumliche Nähe zu Berlin noch weiter ausbauen, z.B. und durch kulturelle Veranstaltungen wie dem »Sektival 2003«. Im letzten Jahr hat die Rotkäppchen Sektkellerei erstmals die 50 Millionen Schallgrenze (51,3 Millionen verkaufter Flaschen Rotkäppchen Sekt im Vergleich zu 46,1 in 2001) überwunden. In seiner Prognose für dieses Jahr sieht Marketingdirektor Peter O. Claußen eine weitere Steigerung um 2-3%, wobei vor allem die alten Bundesländern durch verbesserte Distribution und zahlreiche Verkostungen umworben werden sollen. Es wird eine reine Konzentration auf den deutschen Markt stattfinden. Export sei, auch mittelfristig, nicht geplant, denn es sei notwendig, so Claußen, trotz des gestiegenen Marktanteils von 3% auf 6% im Westen dort noch Vorurteile gegenüber der Marke abzubauen - auch im Handel - wie er betont. Angestrebter Regalpreis in West wie Ost sei 3,79 Euro. (an)

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