Stabiles FMCG-Wachstum in Europa

Dienstag, 11. Juni 2019 - 12:00
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Der Nielsen Growth Reporter vergleicht die Marktentwicklung (Nominalwert und Einheiten) im FMCG-Sektor in ganz Europa. Er basiert auf den Umsatzdaten, die Nielsen in 28 europäischen Märkten erhebt und deckt die Umsätze der Vertriebslinien Lebensmittel, Verbrauchermarkt, Supermarkt, Discounter und Convenience ab. (Foto: Pixabay)

Der europäische Umsatz von Verbrauchsgütern des täglichen Bedarfs (sog. FMCG-Produkte, „Fast Moving Consumer Goods“ wie Lebensmittel, Getränke und Hygieneartikel) ist im ersten Quartal 2019 um +2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr angestiegen – das Wachstum ist damit nahezu stabil zum Vorquartal (Q4 2018: +2,5%). Dies zeigen die aktuellen Zahlen des Marktforschungsinstituts Nielsen zum Lebensmitteleinzelhandel in 28 europäischen Ländern.

Entwicklungen im ersten Quartal
Nach einer starken Verlangsamung der Wirtschaft in allen europäischen Ländern in der zweiten Jahreshälfte 2018 deuten laut Nielsen die aktuellen markoökonomischen Indikatoren auf eine Konjunkturbelebung hin, wobei das BIP der Eurozone für das erste Quartal 2019 bei +1,2 Prozent lag. Das Mengenwachstum im ersten Quartal 2019 wurde auf negativem Niveau (-0,5 Prozent) verzeichnet, nach einem ähnlichen Muster wie im vierten Quartal 2018 (-0,3 Prozent).

„Während es im ersten Quartal in ganz Europa eine gewisse Belebung der makroökonomischen Indikatoren gegeben hat, ist der FMCG-Aufschwung von Verbraucherseite her konsistent, wenn nicht sogar besser, trotz erheblicher saisonaler Auswirkungen und kalter Witterungsbedingungen zusammen mit Ostern am Ende des ersten Quatals, was sich auf den Absatz von Impulskäufen von Lebensmitteln und Getränken auswirkt", sagte Fred Hogen, Commercial Director Nielsen Deutschland. „Es gibt positive Wachstumszahlen aus Märkten wie Spanien und eine stetige Wachstumssteigerung aus Deutschland. Italien könnte endlich die Welle für das zukünftige FMCG-Wachstum ebnen."

In den meisten europäischen Märkten sehe man aufgrund von Inflation (+ 1,7 Prozent) und Preiserhöhungen einen deutlichen Effekt beim Kauf von FMCG durch die Verbraucher, was dazu führe, dass die Verbraucher -0,5 Prozent weniger Artikel kauften, dafür aber 2,9 Prozent mehr pro Artikel bezahlten als im gleichen Quartal des Vorjahres.

Verschiedene Länder im Vergleich
Die Türkei weise weiterhin inflationsbedingt das höchste Wachstum der Einnahmen an den Kassen im Jahresvergleich auf (+20 Prozent). Jedoch ist das Volumenwachstum rückläufig, das im ersten Quartal 2019 auf einem negativen Wachstumsniveau von -5,0 Prozent liege. Weitere Länder mit hohen Wachstumsraten seien Ungarn, Griechenland, Polen, die Niederlande und die Slowakei (+6,6%, +4,9%, +4,3%, +4,3% bzw. +3,6%). Andererseits verzeichne Irland (-1,2 Prozent) das geringste Wachstum. Deutschland rangiere unter den 28 Ländern auf Platz 20.

Spanien verzeichne die höchste Wachstumsrate (+3,6 Prozent) unter den fünf großen westeuropäischen Märkten, gefolgt von Frankreich und dem Vereinigten Königreich (2,1 Prozent bzw. 1 Prozent), während Italien und Deutschland ein negatives Wachstum unter null in dieser Gruppe erzielt hätten (-0,3 Prozent bzw. -0,9 Prozent).

Die Lage in Deutschland
Im Vergleich zum europäischen Durchschnitt zeige Deutschland im ersten Quartal eine Gesamtwachstumsrate von -0,9 Prozent, die auf Preiserhöhungen von +0,8 Prozent und einen Absatzrückgang von -1,8 Prozent zurückzuführen sei.

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