Eine Minderheitsbeteiligung an Budweiser, die zur Carlton & United Breweries gehört, sei laut ABINbev strategisch sinnvoll - mit Ausnahme der australischen Tochter. (Foto: Carlton & United Breweries)
Eine Minderheitsbeteiligung an Budweiser, die zur Carlton & United Breweries gehört, sei laut ABINbev strategisch sinnvoll - mit Ausnahme der australischen Tochter. (Foto: Carlton & United Breweries)

ABInbev verkauft australische Tochtergesellschaft

ABInBev hat nach eigenen Angaben zugestimmt, die australische Tochtergesellschaft Carlton & United Breweries (CUB) an die Asahi Group Holdings für 16 Milliarden australische Dollar zu veräußern. Dies entspreche einem Unternehmenswert von rund 11,3 Milliarden US-Dollar.

Im Rahmen dieser Transaktion gewähre AB InBev Asahi Group Holdings die Rechte zur Vermarktung des Portfolios der globalen und internationalen Marken von AB InBev in Australien, heißt es seitens des Unternehmens. Die einmal abgeschlossene Veräußerung von CUB soll AB InBev helfen, seine Expansion in andere schnell wachsende Märkte in der Asien-Pazifik-Region (APAC) und weltweit zu beschleunigen. Es soll dem Unternehmen außerdem ermöglichen, zusätzliche Gewinne für die Aktionäre zu generieren, indem es sein Geschäft zu einem attraktiven Preis optimiert, gleichzeitig die Bilanz weiter entlastet und die eigene Position für Wachstumschancen stärkt. Darüber hinaus ist AB InBev weiterhin der Ansicht, dass ein mögliches Angebot einer Minderheitsbeteiligung an der Budweiser Brewing Company APAC Limited (Budweiser APAC) mit Ausnahme von Australien strategisch sinnvoll sei, sofern es zum richtigen Bewertungszeitpunkt abgeschlossen werden könne.

Carlos Brito, Vorstandsvorsitzender von AB InBev, sagte: „Wir sehen weiterhin großes Potenzial für unser Geschäft in APAC, die Region bleibt ein Wachstumsmotor in unserem Unternehmen. Mit unserem beispiellosen Portfolio an Marken, starken Geschäftsplänen und talentierten Mitarbeitern sind wir in einer einzigartigen Position, um Wachstumschancen in der gesamten APAC-Region zu nutzen. “ Im Wesentlichen werde der gesamte Erlös aus der Veräußerung des australischen Geschäfts vom Unternehmen zur Tilgung von Schulden verwendet, sagt Brito. Die Zusage von AB InBev, bis Ende 2020 ein Verhältnis zur  Nettoverschuldung zum EBITDA von unter 4 zu erreichen, hänge nicht vom Abschluss dieser Transaktion ab.

Asahi Group Holdings hat die Finanzierung zugesagt. Die Transaktion unterliegt laut ABInveb den üblichen Abschlussbedingungen, beschränike sich aber nicht auf behördliche Genehmigungen in Australien. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Quartal 2020 erwartet. 

GZ 09/24

Themen der Ausgabe

Titelthema: Gleisanschluss

Industrie und Getränkefachgroßhandel nehmen die Schiene ins Visier. Dekarbonisierung und Personalmangel drängen zum Umdenken. 56 Organisationen haben zu Beginn des Jahres die „Charta für die Schiene“ unterschrieben. Die Zeit drängt, denn der Gesetzgeber verlangt bis 2030 eine CO2-Reduktion von 40 Prozent gegenüber 2018. Die Crux: eine marode Bahn.

Aktuelles Interview: Maximilian Huesch

Maximilian Huesch ist Logistikexperte, Beirat und geschäftsführender Partner bei Huesch & Partner. Im Interview mit der GZ macht der Profi deutlich, vor welchen Herausforderungen die Branche steht, den Verkehr aufzugleisen.

Gastkommentar: Marcus Vollmers

Marcus Vollmers ist Geschäftsführer der Get N GmbH & Co. KG in Langenhagen, einem bundesweiten Zusammenschluss regional marktführender Getränke-Fachgroßhandelsunternehmen. Im Gastkommentar erklärt der Geschäftsführer, welche Vorteile eine stärkere Nutzung des Schienenverkehrs in Bezug auf Nachhaltigkeit und Bewältigung des Fachkräftemangels bieten.