Trennung bei Schlumberger und Tommasi

Jueves, 12. Diciembre 2019 - 10:00
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Die vierte Generation der Familie Tommasi vlnr. Giancarlo, Erica, Barbara, Paola, Pierangelo, Michela, Piergiorgio, Francesca, Stefano (Foto: Tommasi)

Das italienische Weingut Tommasi Family Estates aus Pedemonte im Valpolicella wird ab dem 1.02.2020 nicht mehr durch die Schlumberger Vertriebsgesellschaft vertreten. Nach über 40 Jahren endet damit die Zusammenarbeit zwischen dem deutschen Vertriebsunternehmen und einem der führenden Produzenten von Amarone Classico.

»Es war eine emotional wie professionell sehr schwierige Entscheidung, aber wir sind zu der Überzeugung gelangt, dass es Zeit für eine Strategieveränderung ist«, sagt Pierangelo Tommasi, Executive Director von Tommasi Family Estates.

Rudolf Knickenberg, CEO der Schlumberger Vertriebsgesellschaft bedauert: »Leider konnten wir in den letzten Jahren nicht alle Weingüter, die die Familie Tommasi zugekauft hat, in unser Portfolio aufnehmen. Von daher ist dieser Schritt für uns nachvollziehbar.«

Wer Tommasi künftig in Deutschland vertreten wird, ist noch nicht spruchreif. „Wir stehen in intensiven Verhandlungen und ich rechne noch vor Weihnachten mit einem Abschluss“, erklärte Pierangelo Tommasi auf Nachfrage der WEINWIRTSCHAFT. Weil Tommasi zusätzlich zur Amarone-Schmiede auch noch zwei Weingüter in der Toskana sowie Betriebe in der Lombardei, Apulien und in der Basilikata besitzt, sind auch die Anforderungen an einen neuen deutschen Partner sehr komplex. Tommasi schließe deshalb zum derzeitigen Zeitpunkt nicht aus, dass der Vertrieb aller Family Estates nichts zwangsweise von einer Generalvertretung übernommen werde, sondern auch auf mehrere Distributionsfirmen verteilt werden könne. vc