Chinesische Behörden beschlagnahmen Schmuggel-Ware (Foto: Michal - stock.adobe.com)
Chinesische Behörden beschlagnahmen Schmuggel-Ware (Foto: Michal - stock.adobe.com)

Zölle begünstigen Schmuggel

Die Möglichkeit der zollfreien Einfuhr von Spitzenweinen aus Frankreich und Australien in Hong Kong schürt den Schmuggel auf das chinesische Festland. 

Die Behörden in Shenzhen haben 4.174 Flaschen Wein, Champagner und Whisky beschlagnahmt, die illegal von Hong Kong auf das Festland gelangen sollten. Bei den geschmuggelten Weinen handelt es sich unter anderem um Châteaux Lafite Rothschild und Mouton Rothschild sowie Penfolds aus Australien.
In der Warendeklaration waren 18,57 Tonnen importierte Gummi- und Kunststoffknöpfe aufgeführt. Die 707 geschmuggelten Penfolds-Flaschen, können laut Angaben von Vitisphere einen Wert von umgerechnet etwa 652 Euro pro Flasche auf dem chinesischen Festland erzielen, in Summe rund 460.000 Euro. 

Hintergrund für den zunehmenden Waren-Schmuggel sind u.a. die vom chinesischen Festland erhobenen Zölle auf australische Weine in Höhe von 218 Prozent. Entsprechend gering sind hier die legalen Einfuhren der Weine, während die australischen Importe in Hong Kong zwischen Januar und Mai 2021 um mehr als 340 Prozent auf geschätzte 1,04 Mrd. HKD (etwa 113 Mill. €) zunahmen. 
Die Vermutung liegt nahe, dass nicht nur der wiederbelebte Markt die Einfuhren in Hong Kong beflügelt, sondern ebenfalls die Aussicht manch Krimineller auf ein lukratives Geschäft auf dem Festland. itp
 

Ausgabe 18/2021

WEINWIRTSCHAFT Ausgabe 18/2021

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