Die Gesamtbilanz des VdFw fällt trotz Pandemie positiv aus. (Foto: Pixabay)
Die Gesamtbilanz des VdFw fällt trotz Pandemie positiv aus. (Foto: Pixabay)

Glühwein erholt sich wieder

Fruchtglühwein, Apfelglühwein und Fruchtpunsch scheinen sich nach ihrem Absatz-Rückgang während der Corona-Krise wieder zu erholen. Zu dieser Feststellung kommt der Verband der deutschen Fruchtwein- und Fruchtschaumwein-Industrie (VdFw) und präsentiert Zahlen.

Laut VdFW konnten 2019 die apfel- und fruchtweinbasierten Saisonspezialitäten noch zulegen, obwohl der Winter der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen sei. Doch 2020 habe das Segment die Auswirkungen des Lockdowns zu spüren bekommen. Der Inlandsabsatz an Apfel- und Fruchtglühweinen sei verglichen mit 2019 von 9,4 Millionen Liter auf 6,8 Millionen Liter zurückgegangen. „Weihnachtsmärkte, aber auch Advents- und Weihnachtsfeiern mussten bedingt durch die Corona-Pandemie ausfallen: Das schlägt sich gerade bei diesem Produktbereich im Absatz nieder. Für die kommende Glühweinsaison sind wir optimistisch, dass Märkte und gemeinsames Feiern mit der erforderlichen Umsicht wieder möglich sein werden“, erläutert VdFw-Geschäftsführer Klaus Heitlinger. Die drei zugkräftigsten Sorten seien Kirschglühwein, Heidelbeerglühwein und Apfelglühwein. Auch Holunder-, Schlehen- und Beerenglühwein würden zu den gefragten Klassikern zählen. Neue Akzente setzen würzige Varianten, zum Beispiel mit Chili oder Ingwer, heißt es vom Verband. Inzwischen gäbe es von vielen Herstellern Apfel- und Fruchtglühweine in Bio-Qualität.

Heitlinger: „Bislang gut durch die Pandemie gekommen“

Trotz der Corona bedingt rückläufigen Entwicklung bei den Wintergetränken falle die Gesamtbilanz des VdFw für das vergangene Jahr positiv aus. Der Inlandsabsatz an Apfelwein, Fruchtwein, Cider und anderen apfel- und fruchtweinbasierten Getränken liege 2020 mit 104,1 Millionen Litern nur 0,5 Prozent unter dem Vorjahresergebnis von 104,7 Millionen Liter. Der Branchenumsatz sei im selben Zeitraum sogar von 114 Millionen Euro auf 118 Millionen Euro gesteigert worden. „Die je nach Betrieb zum Teil starken Absatzrückgänge durch die Schließung der Gastronomie und den Wegfall von Veranstaltungen konnten – auf den Branchengesamtabsatz bezogen – steigende Absätze im Lebensmitteleinzelhandel weitestgehend ausgleichen“, erklärt Heitlinger. Mehr zum Thema Glühwein finden Sie in der neuen GZ-Ausgabe 17/21. //lhw

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Ausgabe 19/21

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