Die Vertriebskooperation WeinAllianz verlagert den regionalen Vertrieb in die Verantwortung der Gesellschafter (Foto: Ralf Ziegler/Adlumina)
Die Vertriebskooperation WeinAllianz verlagert den regionalen Vertrieb in die Verantwortung der Gesellschafter (Foto: Ralf Ziegler/Adlumina)

WeinAllianz stellt Vertrieb neu auf

Die von sechs Genossenschaften aus Baden, Pfalz und Württemberg betriebene Vertriebskooperation WeinAllianz GmbH sortiert ihren regionalen Vertrieb neu. Die Verantwortung für den regionalen Vertrieb wird an die Gesellschafter übertragen, die sich selbst um die heimische Vermarktung kümmern. Im Zuge dieser Umstrukturierung verlässt Martin Oheim nach 19 Jahren die WeinAllianz zum 31. August 2021.

Wie das Unternehmen mitteilt, erfolgt die Trennung von Oheim einvernehmlich. Er war für den Vertriebsbereich Südbaden/Schwarzwald verantwortlich, der künftig direkt von der Ersten Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Mühlheim mit vorhandenem eigenen Personal betreut wird.

»Gerade in den letzten beiden Jahrzehnten ist eine Verlagerung des Weineinkaufs zur Bedarfsdeckung im privaten Konsum weg von Weinfachhandelsgeschäften hin zu den Fachabteilungen des Lebensmitteleinzelhandels zu beobachten«, berichtet Gerhard Brauer, Geschäftsführer der WeinAllianz. Neben standardisierten Angeboten großer Hersteller auf nationaler Ebene sei die Regionalität eine bedeutende Grundlage für Sortimentsentscheidungen im Angebot der Lebensmittelhändler als Teil deren Nachhaltigkeitsstrategie. 

Die vergangenen Jahre hätten zu einer Neubewertung der Überregionalität der einzelnen Marken geführt. Die Mitglieder der WeinAllianz hätten nicht die Größe und Bekanntheit, um im Vertrieb überregional und nachhaltig erfolgreich am Markt zu sein.

»Die logische Konsequenz daraus ist, dass wir uns auf unsere Stärken fokussieren müssen. Wir sind mit unseren Gesellschaftern bedeutend und erfolgreich in den jeweiligen Regionen vertreten. Daher muss der Fokus darauf liegen, den Vertrieb vor Ort und die Markenbekanntheit in den jeweiligen Gebieten der Gesellschafter weiter auszubauen und voranzutreiben«, erklärt Brauer. cg

Ausgabe 15/2021

WEINWIRTSCHAFT 15/2021

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