Das Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux gibt die Wein-Reserven von 2020 frei (Foto: Archiv)
Das Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux gibt die Wein-Reserven von 2020 frei (Foto: Archiv)

Bordeaux geht an die Reserve

In seiner Generalversammlung vom 12. Juli 2021 hat der Conseil Interprofessionnel du Vin de Bordeaux (CIVB) beschlossen, die Weinreserve aus 2020 freizugeben. Dem Beschluss war ein Antrag der AOC Bordeaux vom 9. Juli 2021 vorangegangen.

Gemäß Vitisphere betrug die Reserve  zwischen 45 und 50 hl pro Hektar aus AOC Bordeaux und Bordeaux Supérieur und war war im Juli vergangenen Jahres auf Grund eines Wein-Überschusses beschlossen worden. Dieser resultierte aus großen Ernten und Absatzschwierigkeiten infolge der Corona-Pandemie sowie dem Einbruch der Wein-Exporte nach China und USA infolge politischer Zwistigkeiten bzw. der US-Strafzölle. 

Während der Absatz im eigenen Land schwierig bleibt, habe die Wiederbelebung der Export-Märkte bis Ende Mai dieses Jahres eine gestiegene Nachfrage von durchschnittlich 40 Prozent zu verzeichnen. Den Angaben zufolge generierte die Aussetzung der Zölle dem Export in die USA ein Plus von 75 Prozent, während der Zuwachs aus China mit etwa 90 Prozent für das chinesische Festland und 40 Prozent für Hongkong beziffert wird. 

Bordeaux hatte im vergangenen Jahr insgesamt 3,9 Mill. Hektoliter Wein verkauft. In diesem Jahr rechnete man mit 3,6 Mill. hl, jedoch seien die Erwartungen angesichts der positiven Entwicklungen mittlerweile auf 4,2 Mill. hl hochgeschraubt worden.
Aufgrund der Schäden, die der Frosteinbruch Anfang April in vielen Weinbauregionen des Bordelais verursachte, gilt eine Reservebildung im aktuellen Jahrgang bereits jetzt als unwahrscheinlich. itp

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Ausgabe 15/2021

WEINWIRTSCHAFT 15/2021

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