Das BMEL strebt eine Angabe der Zutaten auf dem Etikett an
Das BMEL strebt eine Angabe der Zutaten auf dem Etikett an

Zutaten – doch auf das Etikett?

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) setzt sich für eine Angabe der Zutatenliste und der Nährwertangaben auf dem Etikett ein. Eine digitale Lösung sei nur eine zusätzliche Option, die den Print auf dem Etikett nicht ersetzen kann. Diese Haltung, die es im Rahmen des aktuellen Verfahrens zur Überarbeitung der europäischen Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) einnehmen wird, hat es anlässlich einer Anhörung zu den aktuellen Resolutionen der OIV bekanntgegeben. Der Deutsche Weinbauverband (DWV) bedauert diese Positionierung, die sich gegen die gerade in der GAP-Reform neu geschaffenen Regeln für die gesamte Weinbranche richtet. Neue Wege der Verbraucherinformation – gerade der Einsatz digitaler Hilfsmittel als Ergänzung zu den Angaben auf dem Etikett – wurden von der gesamten EU-Weinbranche begrüßt, da sie ein hohes Maß an Anpassungsfähigkeit und Flexibilität gewährleisten und gleichzeitig eine zusätzliche Belastung der Marktteilnehmer vermeiden. Die Entscheidung des BMEL könnte besonders gravierend werden, da mit einem Abschluss des Verfahrens zur Novelle der LMIV nicht vor Mitte des Jahres 2023 zu rechnen ist und es bis dahin keine rechtssichere Antwort zur Zukunft des e-Labels und der digitalen Angabe ab dem 08.12.2023 geben wird, die der DWV zuletzt noch eingefordert hatte. Der DWV wird sich insbesondere auf Ebene der EU-Abgeordneten dafür einsetzen, dass sich diese Haltung nicht auf EU-Ebene durchsetzt.

ddw 13/22

Titel DDW 13/22

Themen der Ausgabe

Weinbau

Mit geplanter Laubwandpflege Ernteziele erreichen

Weinbau

Neue Wege in der Bewässerungssteuerung

Oenologie

Checkliste für energieeffiziente Kältetechnik