Die Hochwasserkatastrophe an der Ahr hinterließ enorme Schäden
Die Hochwasserkatastrophe an der Ahr hinterließ enorme Schäden

Wiederaufbauhilfe kann beantragt werden

Seit 27. September können in Rheinland-Pfalz Anträge auf Wiederaufbauhilfe für Hochwassergeschädigte gestellt werden. Die »Finanzhilfe zur Beseitigung von Hochwasserschäden im investiven Bereich« kann von geschädigten Betrieben der Land- und Weinwirtschaft (Hierzu gehören auch Unternehmen der Aquakultur, Binnenfischerei, Imkerei und Wanderschäferei sowie Sonderkulturbetriebe) aus den Landkreisen Ahrweiler, Bernkastel-Wittlich, Cochem-Zell, Eifelkreis Bitburg-Prüm, Mayen-Koblenz, Trier-Saarburg und Vulkaneifel sowie der kreisfreien Stadt Trier, unbeschadet der gewählten Rechtsform beantragt werden.
Förderfähig sind Schäden an Gebäuden, baulichen Anlagen, Maschinen und Geräten der Innen- und Außenwirtschaft, an Vorratsbehältnissen, Lagerbeständen, Betriebsmitteln und Tierbeständen. Erstattet werden im Regelfall 80 Prozent des Gesamtschadens. Dabei ist zu beachten, dass für ein Wirtschaftsgut entweder Reparaturkosten oder Schadensersatz geltend gemacht werden kann. Im Rahmen der Aufbauhilfe werden keine Kosten für Leistungssteigerungen oder Erweiterungen oder Umstellung von Verfahren gefördert. In begründeten Härtefällen, die anhand geeigneter Unterlagen nachzuweisen und zu beantragen sind, können im Rahmen einer vertiefenden Härtefallprü-
fung höhere Zuschüsse gewährt werden, jedoch maximal 100 Prozent des Schadens.
Zuständig für die Abwicklung dieser Finanzhilfe ist das DLR Mosel. Auf seinen Webseiten bietet das DLR Merkblätter und Antragsformulare zum Download an (Kurzlink: t1p.de/n0os).
Finanzhilfen für geschädigte Flächen und Rebanlagen werden über die zuständige Kreisverwaltung abgewickelt.

Schlagworte

ddw 21/2021

Titel DDW 21/2021

Themen der Ausgabe

Marketing

Potenziale und Grenzen eines Weinausschanks als weintouristisches Angebot

Betriebswirtschaft

Die Neuregelungen bei der Umsatzsteuerpauschalierung ab 2022 – Auswirkungen im Weinbau und Gestaltungsmöglichkeiten

Weinbau

Was bei der Tresterausbringung in den Weinberg zu beachten ist