Pausch-Satz fällt weiter


Ab 2023 wird die Vorsteuerpauschale für Landwirte weiter sinken. Geplant ist eine Senkung von aktuell 9,5 Prozent auf 9 Prozent. Mit der letzten Änderung des Umsatzsteuergesetzes wurde nicht nur die Vorsteuerpauschale für Landwirte gesenkt, sondern auch eine jährliche Überprüfung und Korrektur eingeführt. Grundlage für 2023 sind die die berechneten Vorsteuerbelastungen der Jahre 2018, 2019, und 2020.
Bei einer öffentlichen Anhörung im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages sprach sich der Hauptverband der landwirtschaftlichen Buchstellen und Sachverständigen (HLBS) nur für eine Senkung auf 9,2 Prozent aus. Er kritisierte das Berechnungsverfahren der Bundesregierung, das von Berechnungen nach Vorgaben des Bundesrechnungshofes »konstant« 0,2 Prozent abweiche, sowohl für 2022, als auch für 2023.
Der HBLS bemängelt, dass die Bundesregierung »steuerfreie Umsätze aus dem Bereich der Regelbesteuerung realitätsfremd und systemwidrig dem Bereich der Durchschnittsbesteuerung« zurechne. So würde die von der Bundesregierung geplante Senkung der pauschalen Vorsteuer auf 9 Prozent für pauschalierende Landwirtschaftsbetriebe für 2023 insgesamt eine Steuer-Mehrbelastung von 16 Mio. Euro bedeuten.
Eine weitere Senkung der Umsatzsteuerpauschale nach 2023 ist schon abzusehen. Nach den Berechnungen des HLBS lag die Vorsteuerbelastung pauschalierender Landwirte 2018 noch bei 11,6 Prozent, 2019 bei 8,7 Prozent und 2020 bei nur 7,5 Prozent.

 

Schlagworte

ddw 15/22 vom 22.7.2022

Themen der Ausgabe

Weinbau

Herbst- und Winterbegrünung

Rebenzüchtung

Silvaner-Klone im Vergleich

Oenologie

Begrenzende Faktoren der Gärung